Notvorrat an Masken, Erkrankungen melden und MV erst im Herbst

Eiserner Notvorrat an Schutzmasken

Vorstand und Geschäftsleitung vom VSAO Basel sind dezidiert der Meinung, dass generell und vor allem in der Zeit der Pandemie der Arbeitgeber für den gesundheitlichen Schutz der Arbeitnehmenden verantwortlich ist und sein Personal in medizinischen Berufen mit  Masken oder Schutzbekleidung versehen muss.

Gleichwohl haben wir nun eine eiserne Notreserve mit 25‘000 Masken angelegt. Wir lagern diese Mundschutz-Artikel als kleine, aber dereinst vielleicht wichtige Dienstleistung für unsere Mitglieder und deren direkten Angehörigen, um wenigstens kurzfristig mit einigen Masken aushelfen zu können, wenn mal alle Stricke reissen und wieder grosser Mangel bestehen sollte. Sollten Sie also irgendwann explizit in diese Lage geraten und sonst absolut keinen anderen Zugriff auf Masken haben, können Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle in Binningen wenden.

 

Erkrankungen den Unfallversicherern melden

Falls Sie als unser Mitglied im Zusammenhang mit COVID-19 bedauerlicherweise eine negative Diagnose erhalten haben oder mal erhalten werden, raten wir Ihnen unbedingt, Ihre Erkrankung via Ihren Arbeitgeber dem zuständigen UVG-Versicherer zu melden, sofern Sie in einem Spital tätig sind und damit der hochgradige Verdacht einer Ansteckung am Arbeitsplatz besteht. bei dem Sie bei Bedarf auch vertiefte Informationen zu diesem Thema erhalten.

Der Hauptgrund für diesen Ratschlag, der eigentlich eher den Charakter einer freundlichen Aufforderung hat: Die zuständigen Instanzen arbeiten derzeit im In- und Ausland an Versicherungsschutz-Massnahmen für pandemie-betroffene Mitarbeitende im Gesundheitswesen und berücksichtigen dabei insbesondere den Umstand, falls für die Arbeitnehmenden nicht oder nicht genügend adäquate Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt wurden oder gestellt werden.

Dass Sie sich im aktuellen Fall über Ihren Arbeitgeber sofort beim zuständigen Unfallversicherer  melden sollen, ist vor allem wichtig für allfällige Spätfolgen einer Erkrankung am Corona-Virus.

 

Mitgliederversammlung 2020 erst im Herbst

Wir haben die ordentliche Mitgliederversammlung dieses Jahres ursprünglich auf den 10. Juni 2020 angesetzt. Obwohl bis zu diesem geplanten Termin noch etliche Wochen vergehen werden, gibt es noch keine ausreichend verlässlichen Erkenntnisse, wie anfangs Juni die Pandemie-Lage aussehen wird und was dann wieder machbar sein wird – oder eben noch immer nicht.   

Deshalb haben wir uns entschieden, die Mitgliederversammlung in den Herbst 2020 zu verlegen, möchten aber mit der exakten Terminierung noch etwas die weitere Entwicklung abwarten.

Mit dieser Massnahme werden wir zwar unseren Statuten in einem Punkt nicht gerecht, denn unsere Satzung sieht vor, dass die Mitgliederversammlung jeweils in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres stattfinden muss. Wir gehen nun aber davon aus, dass Sie als Mitglied mit dieser Ausnahme-Regelung einverstanden sind und unsere Meinung teilen, dass die Vernunft und der gesunde Menschenverstand über Paragraphen gestellt werden müssen.

In der Hoffnung, dass sich die Lage so verbessern wird, dass wir die Masken gar nicht benötigen, dass Sie nicht Ihre Unfallversicherer kontaktieren müssen und dass Sie bereits heute eine Teilnahme an der Mitgliederversammlung 2020 ins Auge fassen, zollt der VSAO Basel seinen Mitgliedern und allen anderen Menschen in Gesundheitsberufen den grössten Respekt für Ihren Einsatz in schwierigen Zeiten.

VSAO-Mitglieder: Unbedingt Überstunden persönlich erfassen

Stress, Leistungsdruck und derzeit vielleicht auch chaotische Arbeitsverhältnisse hin oder her: Leg bitte dein Stethoskop, dein Wattenstäbchen, dein Chirurgenmesser, deinen Kugelschreiber, deine PC-Maus und deine überquellende To-do-Liste für einen kurzen Moment zur Seite und leiste dir ein paar Minuten Empfangsbereitschaft für ein paar Infos und Inputs, die sich um Covid-19 drehen – worum denn sonst?!

Wohl die meisten unserer Mitglieder nehmen in der Pandemiebewältigung in unseren Spitälern bedeutende Rollen ein. Jede und jeder rechnet dabei mit bevorstehender Mehrarbeit für das gesamte Gesundheitspersonal, so dass die arbeitsgesetzlichen Bestimmungen nicht mehr in jedem Fall eingehalten werden können.

Solidarität und Flexibilität

Es ist uns bewusst, dass diese mögliche oder wahrscheinliche Mehrarbeit in Krisenzeiten zu der Berufspflicht und auch dem ethischen Selbstverständnis der Ärzteschaft gehört. Auch wir von deinem Berufsverband appellieren an die Solidarität und Flexibilität unserer Mitglieder, selbst wenn wir das vermutlich gar nicht tun müssten, weil jede und jeder die aktuelle Lage richtig einordnet. Deshalb bedanken wir uns bei dir einfach mal herzlich, auch im Namen der Basler und Baselbieter Bevölkerung, für deinen schon im Alltag riesigen Einsatz und deine Bereitschaft zu Sonder-Efforts in diesen aktuellen Ausnahmezeiten.

VSAO setzt sich für Dich ein

Wir vom VSAO werden uns für deine arbeitsrechtliche Situation mit all unseren Möglichkeiten einsetzen, damit die Mehrbelastungen unserer Mitglieder korrekt abgegolten werden und für maximalen Schutz am Arbeitsplatz gesorgt wird. Zeitlich parallel zu diesem Newsletter haben wir die zuständigen Regierungsräte, VR-Präsidien, CEO, Direktionen und Kantonsärzte mit verschiedenen Schreiben dazu aufgefordert. Zudem werden wir die Vorgesetzten sensibilisieren, dass bei der Einsatzplanung die persönliche Situation wie etwa Mutterschutz oder gesetzliche Familienpflichten nach wie vor soweit möglich individuell berücksichtigt werden. Und wir werden die Entwicklungen an Euren Arbeitsplätzen aufmerksam verfolgen, wozu auch deine allfälligen Rückmeldungen helfen werden. Schliesslich rechnen wir auch mit deinem Verständnis, dass wir keine Garantien abgeben können.

Überstunden zwingend erfassen

Für dich als VSAO-Mitglied und Arbeitnehmende(r) heisst das insbesondere, dass du sämtliche Überstunden und Überzeiten aufgrund dieser ausserordentlichen Situation konsequent auch selber für dich erfassest, selbst wenn das dein Arbeitgeber ebenfalls macht. Es kann am Ende des Tages matchentscheidend sein, dass du deine sämtlichen Überstunden und Überzeiten dokumentieren kannst. 

 

Gemeinsames Mediencommuniqué der Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) und des VSAO Basel

Ärzte-Verbände zum Entscheid des Regierungsrates zur Zukunft des Kantonspitals Baselland: Mut- und perspektivenlos

Mit Enttäuschung, Irritation und grossem Unverständnis haben die Ärztegesellschaft Baselland und der VSAO Basel den Entscheid des Baselbieter Regierungsrates, dem Landrat für die Zukunft des Kantonsspitals eine "Zwei-Standorte-Strategie" mit Sanierungen der bestehenden Häuser in Liestal und auf dem Bruderholz vorzuschlagen, zur Kenntnis genommen.

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass eine "Zwei-Standorte-Variante" mit den bestehenden alten Gebäuden aus den 60er und 70er Jahren weder medizinisch noch betriebswirtschaftlich den Herausforderungen der Gegenwart und schon gar nicht jenen der Zukunft gewachsen ist. Nichts spricht dafür, dass sich durch den mutlosen Entscheid des Festhaltens an den alten Strukturen und Gebäuden der Abwärtstrend der letzten Jahre aufhalten lässt. Nicht auszudenken ist, wie sich die nun kommunizierte 12-jährige (!) Bautätigkeit ("Ende 2031: Fertigstellung 2. Etappe neuer Behandlungstrakt in Liestal") auf Personal und Patienten am Standort Liestal auswirken wird.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgender PDF-Datei

Stellungnahme zur gescheiterten Spitalfusion

Der „Verband Schweizerischer Assistenz-und Oberärzte/-innen beider Basel“ (VSAO) hat von der Ablehnung des baselstädtischen Stimmvolkes zur geplanten Fusion des Universitätsspitals Basel (USB) und des Kantonsspitals Baselland (KSBL) vom 10. Februar 2019 Kenntnis genommen. In gegen 50 Sitzungen, mehr als 20 davon mit dem Sozialpartner von der Arbeitgeberseite, hat die Führung des VSAO Basel zusammen mit vier anderen Berufsverbänden für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verhandelt, der bei erfolgreichem Abschluss und einem Ja zur Spitalfusion in Kraft getreten wäre.

Vorstand und Geschäftsleitung werten den Entscheid der Abstimmenden nicht, respektieren ihn aber. Selbst hat der VSAO anfangs Januar 2019 eine verhaltene Ja-Parole gefasst, wohlwissend, dass sich viele Mitglieder und auch andere Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit einem Entscheid für ein Ja oder ein Nein sehr schwer taten, zumal Vor- und Nachteile für Arbeitnehmende des geplanten Universitätsspital Nordwest AG wohl nicht genügend berechenbar waren.

Für die Mitglieder des VSAO Basel heisst das Scheitern der Fusion, dass die bisherigen Gesamtarbeitsverträge des USB und des KSBL vorerst  in Kraft bleiben. Die Führung des VSAO wird aber die weitere Entwicklung und die künftige Planung der Spitalmanagements sehr genau beobachten, sich weiterhin aktiv einbringen und zur gegebenen Zeit zusammen mit den anderen involvierten Berufsverbänden entscheiden, wie es in der GAV-Frage aus Arbeitnehmersicht weitergehen soll. Dieses Thema dürfte auch an unserer jährlichen Mitgliederversammlung vom 21. Mai 2019 (bitte Datum reservieren, Einladung folgt) im Zentrum der Geschäfte stehen. 

 


Kantonsspital Baselland: Das Ein-Standort-Projekt „Salina Raurica“

An einer viel beachteten Medienkonferenz haben der VSAO Basel und die Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) am 15. August 2019  in Pratteln ihr gemeinsames Projekt zur Zukunft des Kantonsspital Baselland präsentiert. Entstanden ist das Konzept, das inzwischen weit über den Status einer Idee hinaus gediehen ist, nach der an der Volksabstimmung vom 10. Februar 2019 gescheiterten Fusion des Universitätsspital Basel und des Kantonsspital Baselland. Hinter dem Projekt steht ein Kernteam mit derzeit sechs Personen, darunter die Präsidenten der beiden ärztlichen Berufsverbände mit den Medizinern Miodrag Savic (VSAO) und Tobias Eichenberger (AeG BL) an der Spitze.

Das Projekt „Salina Raurica“ sieht eine Lösung mit nur noch einem Standort vor. Statt der bisherigen drei Häuser in Liestal, auf dem Bruderholz in Bottmingen und in Laufen, die den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, soll ein Neubau auf dem Gebiet „Salina Raurica“ in Pratteln, der wohl aufstrebendsten Gemeinde im Kanton, eine zeitgemässe, moderne medizinische Gesundheitsversorgung sicherstellen.

Neben dem vorliegenden durchdachten Konzept, das auch den Weg zur Finanzierung aufzeigt, haben die Initianten bereits ein umfassendes Networking in politischen, medizinischen und gesellschaftlichen Kreisen betrieben, so dass VSAO und AeG BL zuversichtlich sind, ihr Projekt auch auf dem politischen Weg zur Ausführung zu bringen.

 

Medienkonferenz vom 15.8.2019

Neubau statt Flickwerk

Die Ein-Standort-Lösung

für das Kantonsspital Baselland

Salina Raurica Pratteln

Vertreter und Vertreterinnen der Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) und des Verban-des Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen beider Basel (VSAO Basel) ha-ben sich für ein Projekt zur Zukunft des Kantonsspitals Baselland zum KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA (Kurzform: KERNTEAM) zusammengeschlossen und präsentieren eine Lösung, die nur noch einen einzigen Spitalstandort im Kanton vor-sieht, und zwar auf dem Gelände Salina Raurica in Pratteln. 2/20

Inhalt

I. Die Ausgangslage

Der Startschuss

Der Auftrag für das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Die Ärztegesellschaft Baselland

Der VSAO Basel

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

II. Das Patientenwohl

III. Die Lösung

Die Standortfrage

Die Expertise

Das Angebot

Der Business-Case

IV. Die Argumente und die Vorteile für…

Die Patientinnen und Patienten

Die Bevölkerung

Die Zuweisenden

Die Mitarbeitenden

Den Betrieb

Die Medizin

Die Forschung

Zitat von Regierungsrat Thomas Weber

V. Die Finanzierung

VI. Die politische Einschätzung

VII. Die nächsten Schritte

VIII. Zehn Kernpunkte des Kernteams

IX. Kontakte

Kontakte für Medien

Geschäftsstelle

Links 3/20

I. Die Ausgangslage

Der Startschuss

Am 10. Februar 2019 erlebte das von den Regierungen der beiden Basler Halbkantone seit Jahren angestrebte und über lange Zeit vorbereitete Ziel einer Fusion zwischen dem Universi-tätsspital Basel (USB) und dem Kantonsspital Baselland (KSBL) mit seinen drei Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen ein abruptes Ende. Die Stimmbevölkerung von Baselland hiess die Fusion zwar recht deutlich gut, doch in Basel-Stadt wurde das Fusionskonzept abgelehnt. Damit war alles, was Regierungen, Berufsverbände und andere involvierte Kreise bis dahin vorbereitet hatten, Makulatur.

Dies ergab die komplexe Problematik, dass – nebst den zunehmenden Schwierigkeiten für das KSBL seit der internen „Fusion" von 2012 – durch die geplatzte Fusion mit dem USB nun wieder eine interkantonale Konkurrenzsituation zwischen KSBL und USB drohte, mit den be-kannten negativen Auswirkungen für beide Häuser.

Die Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) und der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen Basel (VSAO Basel) suchten deshalb unverzüglich weiter nach einer Lö-sung, welche sowohl eine zukunftsgerichtete Neuausrichtung des KSBL ermöglichen und gleichzeitig die Türen für eine Kooperation mit dem USB offenhalten sollte.

Da die letzten Jahre gezeigt hatten, dass eine Mehrstandort-Lösung aufgrund der damit ver-bundenen Doppelspurigkeiten und der an den betagten Standorten Bruderholz und Liestal not-wendigen Investitionen nicht zielführend sein kann, ergab sich als einzig sinnvolle Strategie die Erarbeitung einer Einstandort-Lösung am idealen Ort "auf der grünen Wiese". - Die beiden Ärztevereinigungen kamen dabei zur gleichen Schlussfolgerung, welche bereits die Chefärzte des KSBL im Frühjahr 2018 einstimmig dem VR vorgeschlagen hatten:

Nur ein Neubau an einem zentralen Standort im Kanton stellt eine sachgerechte und nachhal-tige Lösung dar. Diesbezügliche weitere Abklärungen führten zur Erkenntnis: Das Entwick-lungsgebiet Salina Raurica in Pratteln ist der ideale Standort: zentral gelegen, perfekte Anbin-dung an den öffentlichen und privaten Verkehr, bereits auf Ebene Kanton und Gemeinde ge-plante Arealentwicklung, somit innert nützlicher Frist verfügbar, finanzierbar, mit realistischem Zeitplan.

Für die Weiterbearbeitung der komplexen Thematik gab sich die Arbeitsgruppe der beiden Ärztevereinigungen hierauf den Namen „Kernteam Kantonsspital BL Salina Raurica". 4/20

Der Auftrag des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Konkret hat sich in der Folge das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA den Auftrag gegeben, zusammen mit weiteren Partnern (Gemeinde Pratteln, Arealentwickler) die tragfä-higste Lösung zur Zukunft des finanziell und imagemässig stark angeschlagenen Kantonsspi-tals Baselland auszuarbeiten. Dabei standen folgende Hauptkriterien im Vordergrund:

 Das Patientenwohl muss über allen anderen Kriterien stehen. Kein anderes wichtiges Argument darf im Entscheidungsprozess und in der Umsetzung stärker wiegen.

 Die Gesundheitsversorgung des Kantons Baselland muss auch nach der Fusionsab-sage aus dem Stadtkanton auf höchstem Niveau gewährleistet bleiben.

 Die Neuausrichtung des KSBL schliesst eine zukünftige enge und verbindliche Koope-ration mit dem Universitätsspital Basel (USB) keinesfalls aus. Im Gegenteil – diese Zu-sammenarbeit ist unabdingbar, zum Beispiel durch die gemeinsame Nutzung des am-bulanten Zentrums.

 Zu einer Kooperation dieser Art gehört eine klar definierte Aufgabenteilung, gemäss der die erweiterte Grundversorgung schwergewichtig beim KSBL bleibt. Umgekehrt konzentrieren sich die hochspezialisierte, universitäre Medizin und Chirurgie auf das USB.

 Das Ziel dieses Projektes «Salina Raurica» bleibt auch nach der gescheiterten Fusion eine gemeinsame medizinische Versorgung in beiden Basler Kantonen.

 Die Medizinerinnen und Mediziner, die Politiker und Behörden sowie die gesamte Be-völkerung und Wirtschaft des Kantons müssen deshalb überzeugt werden, dass Basel-land diesen Weg mit und ohne Fusionspartner gehen kann und gehen wird.

 Die Finanzierung muss gewährleistet sein, ohne dass dadurch der Kanton Baselland wieder finanziell in frühere «rote» Zeiten zurückfällt.

 Die bisherigen durchschnittlichen Zeitlimiten zur Erreichung des Spital-Standortes mit den privaten oder öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb des Kantons dürfen im Ver-gleich mit der aktuellen Praxis nicht unzumutbar verlängert werden.

 Bei der Planung und Konkretisierung des neuen Spitals sollte – anders als bei früheren derartigen Projekten – unbedingt auf die Erfahrung und Expertise von praxiserprobten Ärztinnen und Ärzten zurückgegriffen werden. Das KERNTEAM KSBL SALINA RAURICA hat mit dem hier vorgestellten Projektvorschlag den Beweis angetreten, weit über den Tel-lerrand hinaus zu sehen. Dabei wurde nicht nur auf die «eigene» Situation geschaut, sondern die künftige Versorgung der ganzen Region ins Auge gefasst.

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Angelehnt an diese eigenen Vorgaben arbeitete das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA die vorliegende Ein-Standort-Lösung unter Berücksichtigung aller Hauptkriterien und aller weiteren relevanten Anforderungen aus, die erstmals am 27. Juni 2019 mittels Medien-communiqué öffentlich gemacht und die an der Medienkonferenz vom 15. August 2019 vertieft präsentiert wurde.

Die Gemeinde Pratteln mit Präsident Stephan Burgunder an der Spitze sieht das Projekt Sa-lina Raurica als interessante Option und als Katalysator für das geplante Baugebiet. Die Ge-meinde Pratteln unterstützt die jetzt vorliegende Idee und das Konzept und hat bereits ein Ge-sundheitscluster vom Entwickler und Totalunternehmer Losinger Marazzi prüfen und ausarbei-ten lassen. Dabei wurden von diesem unabhängigen Arealentwickler alle relevanten Machbar-keitsfragen überprüft und durchwegs positiv beantwortet.

Die Ärztegesellschaft Baselland

Die Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) ist der Berufsverband der Ärztinnen und Ärzte im Kanton Baselland. Sie versteht ihre Aufgabe hauptsächlich als Dienstleistung für ihre eigenen Mitglieder sowie für die Öffentlichkeit, für die die Ärzteschaft im Kanton 24 Stunden am Tag da ist. Rund um die Uhr ist flächendeckend ein Notfalldienst der praktizierenden Ärzte eingerich-tet. 650 in der Praxis tätige Haus- und Spezialärzte sowie Chefärzte und Leitende Ärzte in den Spitälern des Kantons sind Mitglieder der AeG BL.

Der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen Basel

Der VSAO Basel setzt sich für die in den beiden Basler Halbkantonen tätigen Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte ein. Er vertritt deren berufliche Interessen und setzt sich für zeitge-mässe Arbeitsbedingungen sowie eine qualitativ hochstehende Weiter- und Fortbildung ein. Der VSAO Basel hat über 2300 Mitglieder. 6/20

KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Aktuell ist das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA durchwegs aus Persönlichkeiten der beiden Berufsverbände AeG BL und VSAO Basel zusammengesetzt:

Co-Leitung Dr. med. Tobias Eichenberger, Liestal

Präsident AeG BL

Co-Leitung Dr. med. Dr. med. dent. Miodrag Savic, Basel

Präsident VSAO Basel

Spitalexperte Dr. med. Conrad Eric Müller, MBA, Münchenstein

CEO beim Neubau des Universitätskinderspitals beider Basel UKBB

Früherer Direktor Klinik Hirslanden Zürich

Arbeitsrecht Claudia von Wartburg, lic. iur., Fachanwältin für Arbeitsrecht, Basel

Geschäftsführerin VSAO Basel in Binningen

Koordination Friedrich Schwab, lic.iur., Rechtsanwalt, Sissach

Geschäftsführer AeG BL

Kommunikation Josef Zindel, Kommunikationsberater, Texter, Autor 7/20

II. Das Patientenwohl

In jeder Form der Gesundheitsversorgung steht in allererster Linie der Mensch im Fokus, so-mit insbesondere die Patientinnen und Patienten. Ihr Wohl muss über allen anderen Kriterien stehen. Kein anderes Argument darf im Entscheidungsprozess und in der Umsetzung stärker wiegen, weshalb sich das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA in der Kernaussage zu diesem Thema auch beim deutschen Ethikrat bedient. Dieser schreibt auf seiner Website:

«Bei der Behandlung von Patienten, sei es im ambulanten oder stationären Bereich, sollte im-mer deren Wohl im Mittelpunkt stehen. Dafür sind grundlegende ethische Normen für die Be-handlung von Patienten sowie das Arzt-Patient-Verhältnis von zentraler Bedeutung.

Aufgrund des steigenden ökonomischen Drucks im Gesundheitswesen sehen sich allerdings alle in diesem Bereich Tätigen zunehmend mit der Problematik konfrontiert, Entscheidungen treffen zu müssen, die dem Patientenwohl nicht unmittelbar dienlich sind oder diesem sogar entgegenstehen.

In allen Bereichen des Gesundheitswesens sollten diese Entwicklungen daher mit Blick auf das Patientenwohl kritisch beobachtet werden, damit die medizinisch erforderlichen Behand-lungen nach wie vor allen Patienten angeboten werden können.» 8/20

III. Die Lösung

Die Standortfrage

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA hat dem Verwaltungsrat des KSBL seinen Vorschlag eingereicht. Die bereits als Konzept gestaltete Botschaft lautete: Die Zukunft des KSBL muss an einem einzigen Standort gestaltet werden, und zwar auf dem Areal

Salina Raurica in Pratteln.

Das sind die Gründe, weshalb auf die Standorte Bruderholz und Liestal verzichtet werden muss:

 Die Strategie mit den Standorten Bruderholz und Liestal ist, wie die Entwicklung der letzten Jahre aufzeigt, gescheitert.

 Der Standort Bruderholz ist durch die vielen Schlagzeilen negativ konnotiert.

 In Liestal fehlen Platz, Entwicklungsmöglichkeiten sowie das Einzugsgebiet für eine er-folgreiche Expansion.

Beim Standort Laufen geht es vor allem um politische, juristisch und historisch gefärbte Ent-scheide, weshalb die Zukunft des Laufener Spitals nicht Teil dieses Konzeptes ist.

Die Expertise

Das vom KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA entwickelte Konzept für die Neuaus-richtung des KSBL in Pratteln wurde unter Einbezug von verschiedenen Fachpersonen durch den unabhängigen Arealentwickler auf die planerische Umsetzbarkeit geprüft.

Durch die ideale Anbindung an den öffentlichen Verkehr, mit einer eigenen S-Bahn-Halte-stelle, mit Bus und mit der geplanten Tramverlängerung, wie auch an den motorisierten Indivi-dualverkehr (Kantonsstrasse, Autobahn) bietet der Standort Salina Raurica eine optimale Er-reichbarkeit für das Oberbaselbiet, den unteren Kantonsteil und das Fricktal. Zudem ist die Möglichkeit einer direkten Zufahrt ab der Autobahn für Blaulicht-Transporte denkbar.

Und schliesslich erfüllt das Konzept gemäss Vorabklärungen des Fachexperten mit den zu-ständigen Behörden die Anforderungen der Störfallverordnung (Bahntransporte, Autobahn, Gasleitung) und der Lärmschutzverordnung. 9/20

Das Angebot

Der im Konzept vorgesehene Campus umfasst die Bereiche Akutspital, ambulantes Zentrum mit Hotel und Personalhaus sowie den Bereich Alter & Pflege. Diese drei Leistungsangebote sind auf dem Perimeter prozessual optimal gegliedert. 10/20

Der Business-Case

Der Business-Case und damit die Kosten-Nutzen-Analyse, die Wirtschaftlichkeitsrechnung, die Renditerechnung und die Investitionsrechnung sehen unterschiedliche Strategien in der Beschaffung und Finanzierung vor, um möglichst wirtschaftlich und in kürzester Zeit über die

neue Infrastruktur verfügen zu können. Gleichzeitig sollen die finanzielle Zukunft des KSBL gestärkt und die Risiken für Steuer- und Prämienzahler minimiert werden.

Das neue Kantonsspital BL bedingt für die stationären Behandlungen im Rahmen der (erwei-terten) Grundversorgung eine Investition in der Grössenordnung von MCHF 400. Für die Vari-ante mit Umbau- und Ausbau-Massnahmen an den bisherigen Standorten Bruderholz und Liestal wird demgegenüber mit mindestens MCHF 500 gerechnet. Diese deutlich höheren Kosten müssten zudem während des laufenden Betriebes (Baustellen während 10 bis 15 Jah-ren) in eine alte Bausubstanz mit veralteten Prozessen investiert werden. Ob diese Investitio-nen durch betriebliche Optimierungen aufgefangen werden könnten, ist mehr als fraglich. Ein grosser Vorteil des Neubaus ist zudem, dass während der Bauzeit keine Patientenbetreuung auf Baustellen stattfindet und zuletzt ein modernes, auf die zukünftigen Herausforderungen ausgerichtetes Spital zur Verfügung steht.

Das Zentrum für ambulante und kurzstationäre Medizin wird gemäss Konzept in der Grössen-ordnung von MCHF 200 durch einen Investor finanziert und kann langfristig zu günstigen Kon-ditionen vom KSBL wie auch vom USB oder von Dritten gemietet werden.

Das ambulante Zentrum ist baulich vom stationären Akutspital getrennt und profitiert von eige-nen optimierten Prozessen und wird gleichwohl in eine enge betriebliche Zusammenarbeit zur Nutzung von Synergieeffekten und zur Senkung der Betriebskosten eingebunden.

Der zentrale Eingangsbereich («Piazza») dient unter anderem der Notfall-Triage und damit der Entlastung des Akutspitals. Ein grosszügig dimensioniertes Parkhaus sichert die direkte Er-reichbarkeit für Patienten, Angehörige und Personal.

Der Bereich Alter und Pflege schliesslich ist gemäss Konzept vollständig eigenständig, profi-tiert jedoch vom Dienstleistungsangebot des Akutspitals (z.B. Küche, Wäscherei, Personal), womit beide Anbieter ihre Betriebskosten wirksam senken können. 11/20

IV. Die Argumente und die Vorteile

Der Verwaltungsrat des KSBL hat neben dem vorliegenden Konzept des

KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA logischerweise weitere Varianten geprüft und einen vierteiligen Variantenkatalog zur Zukunft des Spitals veröffentlicht und dabei die Varian-ten gemäss ihrer Reihenfolge wie folgt priorisiert:

1. Stationäre Leistungen dezentral an den zwei Standorten Liestal und Bruderholz

2. Stationäre Leistungen zentral an einem neuen Standort «auf der grünen Wiese»

3. Stationäre Leistungen dezentral an drei Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen

4. Stationäre Leistungen zentral am Standort Liestal

Das gemeinsame Konzept Salina Raurica der Ärztegesellschaft Baselland und des VSAO Ba-sel kommt in der Beurteilung des Verwaltungsrates damit erst an zweiter Stelle.

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA hält diese Einstufung des Verwaltungsrates für nicht zielführend, weil die Varianten 1, 3 und 4 durchwegs auf der Idee einer Sanierung fussen. Angesichts des heutigen schlechten Zustands des KSBL würde dieser Weg zwangs-läufig in eine Flickschusterei führen, die nach Berechnung des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA gar um rund 100 Millionen Franken teurer zu stehen käme als die Ein-Stand-ort-Umsetzung in Pratteln, die mit einem Betrag von rund 400 Millionen Franken auskommt.

In diesem Zusammenhang sei unterstrichen, dass das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA von Medizinern und damit von erfahrenen Praktikern geführt wird, wobei Spitalex-perte Dr. Conrad Eric Müller neben seinem medizinischen Know-how aus der Praxis auch über eine umfassende Erfahrung aus seiner Zeit als CEO beim Neubau des Universitäts-Kin-derspital beider Basel (UKBB) und als Direktor der Klinik Hirslanden Zürich verfügt. Damit wei-sen sich die Initianten des Standortes Pratteln nicht nur über eine hohe medizinische Kompe-tenz und beste Kenntnisse des Praxis- und Spitalalltags aus, sie haben z.T. jahrzehntelange gesundheitspolitische Erfahrung (kantonal und national) und können auch die mitentscheiden-den Fragen der Finanzierung mit grosser Fachkenntnis behandeln.

Die Ärztinnen und Ärzte, die Salina Raurica umsetzen möchten, kennen insbesondere auch die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten aus nächster Nähe. Das ethisch wichtigste An-liegen des Patientenwohls steht für sie bei diesem Projekt an erster Stelle, ohne dass sie da-bei die unbestritten ebenfalls sehr bedeutenden und matchentscheidenden Fragen der Ökono-mie unterschätzen. 12/20

Die folgende Argumentation des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA wird vom wachsenden Kreis der Befürworter als absolut überzeugend beurteilt. Sie ist, obwohl wie jedes andere Konzept in jeder anderen Branche auch, nicht frei von Nachteilen. Doch in der Summe und nach Abwägung aller anderer Varianten ist sie nicht nur die beste, sondern auch die ein-zig mögliche Version mit Nachhaltigkeit. Weiter bietet sie die Garantie, die medizinische Ver-sorgung den heutigen Bedürfnissen anzupassen und eine Infrastruktur zu erstellen, welche ei-ner immer wichtiger werdenden, neuen Anforderung an die Spital-Medizin gerecht wird: der antibakteriellen und antimikrobiellen Resistenz.

Unter der antibakteriellen und antimikrobiellen Resistenz wird allgemein das Phänomen ver-standen, dass sich Mikroorganismen vor dem Angriff eigentlich gegen sie gerichteter Wirk-stoffe erfolgreich schützen und die entsprechende biologische oder chemische Substanz da-mit unwirksam machen können. Jedes Jahr sterben weltweit rund 700.000 Menschen an sol-chen Resistenzen, im Jahr 2050 rechnet man mit 10 Millionen Menschen. Bakterien und Pilze sind oder werden gegenüber solchen Wirkstoffen unempfindlich, also resistent. Bedrohlich für den Menschen sind insbesondere Antibiotika-Resistenzen von Mikroorganismen.

Diesen neuen Anforderungen kann man nur in einer entsprechend modernen, zielführenden Spitalinfrastruktur mit leistungsfähigen Laboratorien und der Möglichkeit, das Klima im Innern vor allem auch bei grosser Hitze effizient zu regeln, gerecht werden. In älteren oder alten Klini-ken ist letzteres, wie konkrete Beispiele gerade in diesem Sommer gezeigt haben, nur sehr beschränkt möglich. (Herkömmliche Klimaanlagen gelten als Bakterienschleudern.)

Nachfolgend finden Sie die Liste der Argumente und Vorteile, die vom KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA erarbeitet wurde und die nach gründlichstem Abklopfen auf Killerargumente eigentlich bei allen Entscheidungsträgern, namentlich in der Politik, in der Spi-talführung sowie in der Belegschaft und auch bei der Bevölkerung fast zwingend zu einem Ja zur zukünftigen Baselbieter Gesundheitsversorgung auf dem Gebiet von Salina Raurica in Pratteln führen müsste: 13/20

Die Vorteile für die Patientinnen und Patienten

 Langfristige Sicherstellung einer modernen, hochqualitativen, erweiterten medizini-schen Grundversorgung im Kanton Baselland

Eine Anlaufstelle für die stationäre und ambulante Spitalversorgung, keine Verlegung zwischen verschiedenen Standorten

Beispiel: Tagesambulanter Eingriff, nach welchem wegen einer unerwartet aufgetrete-nen Komplikation wie beispielsweise einer Rhythmusstörung, eine Überwachung auf einer Intensivstation nötig ist. Dieser Patient kann einfach über eine Passerelle vom ambulanten in den stationären Sektor/Intensivstation verlegt werden. Somit erhöhte Patientensicherheit bei diesen immer zahlreicher werdenden tagesambulanten Operati-onen

 Abklärungen und Therapie an einem Ort, kurze Wege

 Gute Erreichbarkeit der Notfallstation auch für Patienten/innen aus dem Fricktal und aus Basel-Stadt

 An die Patientenbedürfnisse angepasste Infrastruktur

Dies beinhaltet: einfache Erreichbarkeit mit ÖV, Individualverkehr und Ambulanz, genü-gend Parkplätze, klare, selbst erklärende Strukturen, Aufenthaltsbereiche für Patienten und ihre Angehörigen, Zimmer, die flexibel in Einer- oder Zweier-Zimmer umgebaut werden können, Platzangebot für Angehörige, die beim Patienten übernachten möch-ten. Durch moderne Bautechnik Erhaltung von konstanter Raumtemperatur, Lüftungen, die die Verbreitung von Erregern verhindern, Bodenbeläge, die bei Stürzen Frakturen verhindern, Rollstuhlgängigkeit, Zimmer mit Anschlüssen für moderne Medien, An-schlüsse für alle notwendigen medizinischen Therapien (Medizinalgase, Patientenüber-wachungsnetz), Gewährleistung von Brandsicherheit und Erdbebensicherheit

 Alle Therapien an einem Ort, inklusive Rehabilitation – ein Gesundheitscampus

Die Vorteile für die Bevölkerung

 Langfristige Sicherstellung einer modernen, hochqualitativen (erweiterten) Grundver-sorgung im Kanton Baselland: Alle gewinnen ein neues Spital, es gibt keine Verlierer.

 Die Bevölkerung des Kantons Baselland darf und soll stolz auf dieses moderne, effizi-ente Spital sein – es ist unser gemeinsames Spital.

 Bessere Kostendeckung und keine Prämienerhöhungen, die durch Ineffizienz und Doppelspurigkeiten verursacht werden.

 Auch die Steuerzahlerinnen und -zahler profitieren von dieser Lösung, mit welcher die Kosten der kantonalen Spitalversorgung bestmöglich im Griff gehalten werden können. (Bekanntlich müssen die Kantone 55 % der für ihre Einwohner/innen entstehenden Spitalkosten übernehmen.)

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Die Vorteile für die Zuweisenden

 Klare Verhältnisse als Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit

 Es wird das Spital der Zuweisenden – eben unser Spital

 Involvierung der Zuweisenden bei der Therapie des Patienten durch einfache digitale Vernetzung

 Fortbildung an einem Ort, in moderner Infrastruktur, inklusive interaktivem Teil

 Gute Erreichbarkeit mit ausreichenden Parkplätzen

Die Vorteile für die Mitarbeitenden

 Langfristige Sicherung eines attraktiven Arbeitsplatzes

 Einbezug für die Gestaltung eines neuen Arbeitsumfeldes

 Gute Möglichkeit zur Weiterentwicklung in einem kompetitiven Umfeld

 Effiziente Zusammenarbeit

 Gemeinsame Kultur und Corporate Identity (Stolz auf einen modernen Arbeitsplatz)

 Kurze Wege und einfache Prozesse

 Modernste Sicherheitsstandards

 Gute Erreichbarkeit, Wohnmöglichkeiten in der Nähe mit Rheinufer und Parks

 Teilhaben an Innovation, Forschung und Lehre auf dem neuen Campus

 Vereinfachte, vereinheitlichte Administration

 Einheitliche Systeme: Patientenüberwachung, KIS und vieles mehr

 Unterstützung bei der Betreuung der Patienten durch modernste Patientenüberwa-chungen

 Pflege-Hilfsgeräte wie Patientenheber und Ähnliches sind integriert

Die Vorteile für den Betrieb

 Mehr Patienten durch hohe Attraktivität

 Effizienz durch klare Strukturen, keine Doppelspurigkeiten

 Massiv schlankere Administration, vor allen bei den Querschnittsfunktionen inklusive Leitung und VR, keine Doppelstruktur mit Standortdirektoren

 Massive Reduktion von Beratertätigkeiten, Projektierungskosten

 Ertragsgerechte Anlagenutzungskosten

 Aufbau von attraktiven Schwerpunkten, Aushängeschilder

 Innovatives Umfeld

 Klare Prozesse

 Alte Zöpfe können durch den Umzug abgeschnitten werden

 Flexible Strukturen, die Anpassungen an sich verändernde Bedürfnisse erlauben

 Tiefe Unterhaltskosten

 Tiefe interne Transportkosten

 Kooperationsfähiges Spital mit hoher Attraktivität

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Die Vorteile für die Medizin

 Modernen Bedürfnissen angepasste Infrastruktur

 Das Haus ist ausgerichtet für interdisziplinäres Arbeiten sowohl im Notfall wie auch ambulant und stationär

 Gebaut für moderne Kurzzeit-Hospitalisationen und für die Möglichkeiten der ambulan-ten Vor- und Nachbetreuung

 Sicherheit zur Vermeidung der Übertragung von resistenten Erregern, Isolationszim-mer auf allen Abteilungen

 Modernste, lückenlose Patientenüberwachungssysteme zur Verbesserung der Patien-tensicherheit, Beispiel: Rechtzeitige Erkennung einer Sepsis

Die Vorteile für die Forschung und die Life-Science-Wirtschaft

 Der Innovationscampus ist integriert im Spital, wo modernste Technik zum Nutzen der Patienten weiterentwickelt werden kann, Beispiel: Digitale Medizin und MedTech

 Attraktiv für klinische Multicenter-Studien

 MedTech Start-ups können sich in der Umgebung ansiedeln

Die Vorteile für die kantonalen Finanzen

 Für den Kanton werden durch den Rückbau der heutigen Standorte Liestal, Bruderholz und Laufen finanzielle Ressourcen von mehreren Hundert Millionen Franken frei ge-macht.

Die Vorteile für mindestens drei Baselbieter Gemeinden

 Vorteil Pratteln: Anschub für die Entwicklung Salina Raurica

 Vorteil Liestal: Potenzial des heutigen Spitalareals für eine Umnutzung (Wohnen, Ge-werbe)

 Vorteil Binningen/Bottmingen: Steuereinnahmen durch zusätzlichen Wohnraum an pri-vilegierter Lage auf dem Bruderholz

Ein Zitat von Regierungsrat Thomas Weber

 Das vielleicht treffendste Argument für eine umfassende Neubaulösung an einem Standort wie sie von den mit riesigem Engagement von Ärztinnen und Ärzten aus un-serer Region vorangetrieben wird, lieferte der Baselbieter Gesundheitsminister Thomas Weber im Schweizer Fernsehen in der Sendung «Schweiz aktuell» vom 3. Juli 2019 mit dieser Aussage: «Wenn es so weitergeht mit dem Kantonsspital Basel-land, ist es in ein paar Jahren tot».

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V. Die Finanzierung

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA hat für den Neubau des KSBL ein Investitionsvolumen von rund MCHF 600 errechnet. Davon entfallen MCHF 400 auf das Akutspital und MCHF 200 auf das ambulante Zentrum, welches gemeinsam mit anderen Anbietern als Investorenlösung realisiert wird.

Für das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA steht aber ausser Zweifel, dass das neue KSBL in Pratteln finanzierbar ist – und zwar ohne dass dadurch der Prämien- und Steuerzahler noch mehr zur Kasse gebeten wird und ohne eine Neuverschuldung des durch den Baselbieter Regierungsrat unter Federführung von Finanzdirektor Anton Lauber finanziell sanierten Kantons Baselland.

Die für den Neubau des Akutspitals errechneten Investitionskosten von MCHF 400 liegen deutlich unter den veranschlagten Kosten von MCHF 500 für die Sanierung und Aufrechterhaltung der Altbauten Bruderholz und Liestal. Bei der Sanierungsvariante käme erschwerend hinzu, dass die Sanierungen über längere Zeitdauer unter laufendem Betrieb erfolgen müssten – mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Betrieb. Zudem würden nach Abschluss der Sanierungen im Kern noch immer Bauten aus den 1970er Jahren verbleiben.

Das KSBL schrieb zuletzt beträchtliche Verluste. Allein die Jahresrechnung 2018 weist einen Verlust von CHF 12 Millionen aus. Ein Weiterführen einer Mehrstandortstrategie mit den dafür notwendigen beträchtlichen Sanierungskosten kann nicht wirtschaftlich sein. Und für Regionalpolitik auf Kosten der Gesundheit fehlen dem Kanton und der Baselbieterin das Geld.

Von einem hochmodernen, effizienten und qualitativ hochstehenden Neubau auf grüner Wiese profitieren Patienten, Mitarbeiter und der Kanton Baselland gleichenteils. Durch die realistischerweise zu erwartenden, deutlich besseren Geschäftszahlen wird das neue Spital selbsttragend sein und potente Geldgeber für die Planung und Realisierung anziehen. Die Finanzierung ist gesichert!

Anzustreben ist die Erwirtschaftung eines für den nachhaltig erfolgreichen Betrieb des Kantonsspitals Baselland notwendigen EBIT von 10 %. Dies ermöglicht dem Betrieb, Rücklagen für zukünftige Investitionen zu bilden und gleichzeitig in eine qualitativ hochstehende Entwicklung zu investieren – zum Wohle der Patientinnen und Patienten und zur Sicherung des Gesundheitsstandorts Baselland. 17/20

VI. Die politische Einschätzung

Dem KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA ist bewusst, dass zur Realisierung seines Konzeptes noch viel Überzeugungsarbeit bei allen Playern nötig sein wird:

 Bei der Politik

 Bei den Spitalbehörden

 Bei den Medien, die nicht beeinflusst, aber mit transparenten Informationen zur Weiterleitung an die Bevölkerung bedient werden sollen

Ganz bewusst aus dieser kurzen Auflistung der Mitspieler ausgeklammert wurde die Be-legschaft des KSBL, allen voran die Ärzteschaft und die Pflegenden. Denn im KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA ist man – vor allem aufgrund der täglichen Zusammen-arbeit mit dem Kantonsspital Baselland – sicher, dass die Mitarbeitenden vom vorliegen-den Konzept in überwiegender Zahl überzeugt sind, falls die Arbeitsbedingungen eben-falls auf hohem Niveau sein werden. Und exakt auch dieses Kriterium hat Priorität: Dass sich jene, die fürs Patientenwohl sorgen, wohl fühlen.

Die Form und der Umfang der politischen Überzeugungsarbeit, die das KERNTEAM KAN-TONSSPITAL BL SALINA RAURICA noch zu leisten hat, werden stark von den Rückmeldungen aus der Regierung, den Parteien und dem Landrat abhängig sein.

Unumgänglich sind für eine möglichst rasche Umsetzung des Konzeptes

 Schnelle, kurze Wege bei der Planung

 Schnelle, kurze Wege bei der Umsetzung

 Schnelle, kurze Wege in der Politik

 Die Politik muss bei dieser Lösung mitmachen

Zögerliches, mutloses statt entschlossenes und weitsichtiges Handeln sind Killerargu-mente für eine hochstehende Gesundheitsversorgung im Kanton Baselland

 Die anderen schlafen nicht

 Auch Häuser aus benachbarten Kantonen ziehen ebenfalls ihre prospektiven Kon-sequenzen aus der gescheiterten Fusion und bewerben sich damit ebenfalls um die Gesundheitsversorgung in der Region

 Machen Behörden, Politik und Bevölkerung des Kantons nicht oder nur halbherzig mit, ist die eigene Spital-Gesundheitsversorgung unserer Baselbieter Bevölkerung in hohem Masse gefährdet

 Das KSBL verliert jeden Monat Kompetenz, Patienten und Geld. Eine unnötige Verzögerung erschwert oder verunmöglicht die dringend notwendige Stabilisierung und eine erfolgreiche Transformation hin zum neuen Spital

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VII. Die nächsten Schritte

Mit der Information der Öffentlichkeit via Medien und eigene Kanäle hat das KERNTEAM KAN-TONSSPITAL BL SALINA RAURICA den ersten Pfahl eingeschlagen und dabei bereits eine beachtliche Reaktion – auf meist erfreulich hohem Diskussionsniveau – ausgelöst. Dabei waren von über-zeugter Zustimmung über Skepsis bis zur Ablehnung alle Varianten von Rückmeldungen zu ver-zeichnen.

Nicht zuletzt in diesem Kontext und im Wissen um das grosse öffentliche Interesse an dieser Thematik wird das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA diese nächsten Schritte gehen:

 Gespräche und Überzeugungsarbeit bei Parteien und politischen Entscheidungsträgern

 Bildung eines Unterstützungskomitees mit Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft

 Die Bevölkerung überzeugen, dass ein Neubau in Pratteln dem Patientenwohl getreu sei-ner grossen Bedeutung am besten gerecht wird, weit mehr als bei Sanierungsarbeiten, von denen jetzt schon prophezeit werden muss, dass sie rasch in Sanierungsarbeiten der Sanierungsarbeiten und bald darauf in Sanierungsarbeiten der Sanierungsarbeiten der Sanierungsarbeiten münden werden. Und damit in ein Fass ohne Boden. Auf dieser Er-kenntnis, die eigentlich nicht ernsthaft bezweifelt werden kann, fusst denn auch das Motto des Konzepts Salina Raurica: Neubau statt Flickwerk, Neubau statt Fass ohne Boden.

Von den Feedbacks aus den Kreisen der Entscheidungsträger und vom Entscheid des Landrates und einer zu erwartenden Abstimmung in der Bevölkerung des Kantons Baselland sind die weiteren Schritte abhängig, ehe frühestens im Jahr 2023 der Spatenstich in Pratteln er-folgen kann. Nach einer finalen Zustimmung zum Spitalneubau-Projekt am neuen Standort in Pratteln gilt für die weitere Umsetzung der folgende – noch sehr grobe – Fahrplan:

 Qualitätssicherung und Feintuning

 Ausarbeitung der Baulandumlegung

 Erster Quartierplan

 Rechtsgültiger Quartierplan

 Frühester Baubeginn ca. 2023

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VIII. Zehn Kernpunkte des Kernteams

Die folgenden Kernpunkte, neudeutsch auch Bulletpoints genannt, fassen das Kon-zept des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Ärztegesellschaft Baselland und des VSAO Basel zusammen:

 Priorität hat die Versorgung und somit das Patientenwohl

 Neubau und Konzentration an einem Standort statt überteuertes, ewiges Flick-werk an den bisherigen Standorten

 Ein technisch und medizinisch hochstehendes Gesundheitszentrum im Baselbiet fürs Baselbiet, gemacht von Menschen, die spüren, wie das Baselbiet emotional tickt – und gleichwohl offen für die zwingend notwendige und enge Kooperation mit dem Unispital Basel

 Das geplante Zentrum für ambulante und kurzstationäre Operationen ist ein wich-tiger Grundstein für diese zukünftige und für die Region so wichtige Kooperation mit dem Universitätsspital Basel

 Der Standort Pratteln, in einer der am meisten prosperierenden

Gemeinden der Schweiz, ist ideal in Bezug auf die zentrale Lage im

Kanton und die Anbindung an den öffentlichen und privaten Verkehr

 Die Finanzierung ist ohne neue Verschuldung des heute gesunden Kantons Ba-selland machbar

 Der Neubau senkt zudem durch die Optimierung der Prozessabläufe signifikant die Betriebskosten

 Salina Raurica ist nicht ein Projekt von Ärzten für Ärzte - Salina Raurica ist ein or-ganisch gewachsenes Konstrukt - Salina Raurica steht für einen erfolgreichen Neuanfang des KSBL - Salina Raurica bietet eine Chance für das Baselbiet - Sa-lina Raurica steht für eine zukünftige regionale Kooperation

 Das Projekt braucht die Unterstützung aller Menschen im Baselbiet

 Salina Raurica hat ein enges Zeitfenster - helfen Sie mit, dieses window of oppor-tunity nicht zu verpassen

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IX. Kontakte

Für Medienkontakte

Dr. Tobias Eichenberger +41 61 902 00 33

Präsident AeG BL, Co-Leiter KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Dr. Dr. Miodrag Savic +41 79 485 31 13

Präsident VSAO, Co-Leiter KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Dr. Conrad Eric Müller +41 61 411 15 35

Spitalbau-Spezialist im KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

lic.iur. Claudia von Wartburg +41 61 421 05 95

Arbeitsrechtlerin KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Josef Zindel +41 79 343 56 80

Kommunikation, Koordination Medien

im KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Geschäftsstelle +41 61 976 98 08

KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Geschäftsstelle

c/o Ärztegesellschaft Baselland

lic. iur. Friedrich Schwab

Renggenweg 1

4450 Sissach

Links

Ärztegesellschaft Baselland www.aerzte-bl.ch

Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte www.vsao-basel.ch

Kantonsspital Baselland www.ksbl.ch

Regierung Baselland www.baselland.ch

Gemeinde Pratteln www.pratteln.ch

Ethikorganisation Deutschland www.ethik.org

Stand 15. August 2019 /JoZ/FS

 

 

Kantonsspital BL - die Ein-Standort-Lösung des VSAO Basel und der AeG BL

Vertreter und Vertreterinnen der Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) und desVerban-des Schweizerischer Assistenz-und Oberärzte/-innen beider Basel(VSAO Basel) ha-ben sich für ein Projekt zur Zukunft des Kantonsspitals Baselland zum KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA(Kurzform: KERNTEAM) zusammengeschlossen und präsentieren eine Lösung, die nur noch einen einzigen Spitalstandort im Kanton vor-sieht, und zwar auf dem Gelände Salina Raurica in Pratteln.

Mediendokument als PDF


Das Konzept des VSAO Basel und der AeGBL zur Zukunft des KSBL

Die Ärztegesellschaft Baselland und der VSAO Basel stellen ihr Einstandort-Konzept für die Neuausrichtung des Kantonsspitals Baselland (KSBL) vor. Der ideale, finanzierbare und optimal erreichbare Standort ist gemäss des von den beiden medizinischen Verbänden entwickelten Konzeptes das Gebiet „Salina Raurica“ in Pratteln.

Die Ärztegesellschaft Baselland setzt sich zusammen mit ihren Partnerorganisationen Medizinische Gesellschaft Basel und VSAO Basel seit Jahrzehnten für eine regionale Betrachtung der Gesundheits-Versorgung und eine enge Kooperation zwischen BS und BL ein. Nach dem Scheitern der Spitalfusion droht nun wieder eine kontraproduktive Konkurrenz-Situation zwischen dem Universitätsspital Basel (USB) und dem Kantonsspital Baselland (KSBL). Zudem hat das KSBL schon seit der seit 2012 in Umsetzung befindlichen BL-internen „Fusion“ grosse Probleme mit andauernden Verlusten von Substanz, Kaderärzten und Patienten. Sowohl für einen Alleingang wie auch für eine zukunftsweisende Partnerschaft mit dem USB brauchen wir ein starkes KSBL.

Beim Standort Laufen geht es neben dem Patientenwohl vor allem um politische, juristische und historisch gefärbte Entscheide, weshalb die Zukunft des Laufener Spitals nicht Teil dieses Konzeptes ist. Die Strategie mit den Standorten Bruderholz und Liestal ist wie die Entwicklung der letzten Jahre aufzeigt definitiv gescheitert. Der Standort Bruderholz ist durch die vielen Schlagzeilen negativ konnotiert. In Liestal fehlen Platz, Entwicklungsmöglichkeiten und Einzugsgebiet für eine erfolgreiche Expansion.

Das von uns entwickelte Konzept für die Neuausrichtung des KSBL wurde von den Areal-Entwicklern auf die planerische Umsetzbarkeit geprüft. Die Areal-Entwickler setzten sich aus Architekten sowie den politischen Behörden der Gemeinde Pratteln und des Kantons Baselland zusammen.

Durch die ideale Anbindung an den öffentlichen Verkehr (eigene S-Bahn-Haltestelle, Bus, geplante Tramverlängerung) wie auch an den motorisierten Individualverkehr (Kantonstrasse, Autobahn) inklusive der zu prüfenden Möglichkeit einer direkten Abfahrt ab Autobahn für Blaulicht-Transporte bietet der Standort eine optimale Erreichbarkeit für das Oberbaselbiet, den unteren Kantonsteil und das Fricktal.

Der Campus umfasst die Bereiche Akutspital, ambulantes Zentrum sowie Alter & Pflege. Die 3 Leistungsangebote (Akutspital, ambulantes Zentrum und Alter/Pflege) sind auf dem Perimeter prozessual optimal gegliedert.

Der Business-Case sieht unterschiedliche Strategien in der Beschaffung und Finanzierung vor, um möglichst wirtschaftlich und in kürzester Zeit über die neue Infrastruktur verfügen zu können. Gleichzeitig sollen das KSBL finanziell gestärkt und die Risiken für Steuer- und Prämienzahler minimiert werden.

Das Konzept erfüllt gemäss zuständiger Behörden die Anforderungen der Störfallverordnung (Bahntransporte, Autobahn, Gasleitung) und der Lärmschutzverordnung.

 Das neue Kantonsspital BL für die stationären Behandlungenim Rahmen der (erweiterten) Grundversorgung würde eine Investition in der Grössenordnung von CHF 400 Millionen bedingen. Für die geplanten Umbau- und Ausbau-Massnahmen an den bisherigen Standorten Bruderholz und Liestal wird demgegenüber mit mindestens CHF 500 Millionen gerechnet. Diese deutlich höheren Kosten müssten zudem währenden des laufenden Betriebes (Baustellen während 10 bis 15 Jahren) in eine alte Bausubstanz mit veralteten Prozessen investiert werden. Ob diese Investitionen durch betriebliche Optimierungen aufgefangen werden könnten, ist sehr fraglich. Der grosse Vorteil des Neubaus ist, dass während der Bauzeit keine Patientenbetreuung auf Baustellen stattfindet und zuletzt ein modernes und auf die zukünftigen Herausforderungen ausgerichtetes Spital zur Verfügung steht.

Das Zentrum für ambulante und kurzstationäre Medizin wird gemäss Konzept in der Grössenordnung von CHF 200 Millionen durch einen Investor finanziert und kann langfristig zu günstigen Konditionen sowohl vom KSBL wie auch vom USB (!) und/oder Dritten gemietet werden. Das ambulante Zentrum ist baulich vom stationären Akutspital getrennt und profitiert von eigenen optimierten Prozessen. Aber wo es sinnvoll ist, soll eine enge betriebliche Zusammenarbeit zur Nutzung von Synergieeffekten und Senkung der Betriebskosten erfolgen.

Der zentrale Eingangsbereich ("Piazza") mit qualitativ hochstehender Adresswirkung dient unter anderem der Notfall-Triage und damit der Entlastung des Akutspitals. Ein grosszügig dimensioniertes Parkhaus sichert die direkte Erreichbarkeit für Patienten, Angehörige und Personal.

Der Bereich Alter und Pflege ist gemäss Konzept vollständig eigenständig, profitiert jedoch vom Dienstleistungsangebot des Akutspitals (z.B. Küche, Wäscherei, Personal), womit beide Anbieter ihre Betriebskosten wirksam senken können.

Die Vorteile der Ein-Standort-Lösung:

  • Weniger und überschaubare Risiken für den Kanton als Eigentümer und damit für den Baselbieter Steuer- und Prämienzahler.
  • Sicherstellung der Gesundheitsversorgung für den Kanton Baselland.
  • Finanziell tragfähige und attraktive Lösung. Umsetzung im selben Zeitraum wie die Bestandes-Sanierung.
  • Durch ein modernes KSBL an diesem idealen Standort wird die Tür geöffnet für zukünftige enge Kooperationen mit dem USB wie auch für Dritte:
    • Gemeinsame Nutzung des ambulanten Zentrums
    • Schwergewichtige Abwicklung von (erweiterter) Grundversorgung am Standort KSBL (im Gegenzug Konzentration der hochspezialisierten Medizin am Zentrum/USB).
  • Vermeidung von Investitionen in alte, nicht zukunftsträchtige Gebäude und Standorte (Bruderholz, Liestal).
  • Klar günstiger und wirtschaftlicher als das Festhalten an der bisherigen Lösung mit zwei oder drei Standorten (Investitionen, Betrieb).
  • Klare Vision im Hinblick auf die zukünftigen Bedürfnisse.
  • Vereinfachte Transformationsphase mit ungestörtem Weiterarbeiten an den alten Standorten bis zur Fertigstellung.

Die Ärztegesellschaft Baselland und der VSAO Basel haben dieses Konzept beim Eigner (Kanton BL, vertreten durch den Regierungsrat) und beim Verwaltungsrat des KSBL deponiert. Gerne weisen wir an dieser Stelle auch auf eine Pressekonferenz zur Thematik Mitte August hin.

Ärztegesellschaft Baselland                                     VSAO Basel

Dr. Tobias Eichenberger, Präsident                         Dr. Dr. Miodrag Savic, Präsident


Politagenda 2019 der Ärztegesellschaft Baselland und des VSAO Basel

1. Die Ärzteverbände beider Basel setzen sich ein für geeignete politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rah-menbedingungen der ärztlichen Berufsausübung. Unsere Mitglieder sollen ihren beruflichen Auftrag gegenüber den Patientinnen und Patienten in Freiheit der Entscheidungen, unter verantwortungsvollem Mitteleinsatz auch in Zukunft mit Freude bestmöglich erfüllen können. Dazu gehört auch die Einhaltung des Arbeitsgesetzes bei ange-stellten Ärztinnen und Ärzten.

2. Der Volksentscheid zur Spitalfusion ändert an unserem Bekenntnis zur Vision „Gesundheitsraum Nordwest-schweiz“ nichts. Er bezeugt jedoch, dass Top-Down-Ansätze ohne genügende Berücksichtigung der Expertise so-wohl der zuweisenden wie der institutionell tätigen Ärztinnen und Ärzte, welche die Region und die Arbeit an der Front kennen, scheitern. Mit dem Staatsvertrag „Gemeinsame Gesundheitsplanung“ wird ein gemeinsames Vor-gehen der beiden Kantone im Bereich Planung, Koordination und Regulierung der Gesundheitsversorgung ermöglicht. Damit diese den qualitativen Anforderungen an eine zukunftstaugliche und patientenfreundliche Versorgung genügt, verlangen wir von Beginn weg die Einbindung in die anstehenden Planungsarbeiten.

3. Die Vertraulichkeit medizinischer Daten ist ein unverzichtbares Recht der Patienten. Die Bestrebungen von Politik und Krankenversicherern zur Aufweichung des Datenschutzes sind kontraproduktiv. Der „gläserne Patient“ stellt das für eine gute Arzt-Patienten-Beziehung grundlegende Vertrauensverhältnis in Frage. Wir setzen uns entschie-den für den Schutz der Privatsphäre (Berufsgeheimnis und Datenschutz) bei allen Patienten ein, namentlich auch im Bereich der eHealth-Entwicklungen.

4. Wir begrüssen die Bestrebungen von Bund und Kantonen, dem Mangel an Ärztinnen/Ärzten und Pflegepersonal (HF) entgegen zu wirken. Wir erwarten von Bund und Kantonen, dass sie die Verantwortung für einen nachhaltigen Aufbau und Erhalt des Personalbestandes im Gesundheitswesen übernehmen und für Ausbildungsplätze im Inland sorgen. Das noch vorhandene qualifizierte Gesundheitspersonal sollte primär mit und am Patienten tätig sein und nicht in zunehmendem Masse administrative Arbeiten verrichten müssen.

5. Wir stellen mit grosser Besorgnis fest, dass auf den Institutionen zur stationären Versorgung – mit definierten Ge-winnvorgaben zur Finanzierung von Investitionen – ein übermässiger betriebswirtschaftlicher Druck lastet. Dieser Druck fördert die Tendenz, dass von Klinik-Leitungen in ethisch fragwürdiger Weise auf medizinische Entscheidun-gen (bezüglich der Abklärung und Behandlung von Patienten) Einfluss genommen wird. Derartige, rein ökonomisch bedingte Fehlentwicklungen sind inakzeptabel und müssen entschieden bekämpft werden.

6. Die Ärzteverbände betrachten die Qualitätssicherung grundsätzlich als integralen Bestandteil der ärztlichen Tätig-keit. Sie bekennen sich zu den in der Q-Charta der SAQM formulierten Grundprinzipien und unterstützen deren Bemühungen zur Erfassung, Koordinierung und Sichtbarmachung der ärzteeigenen Qualitätsaktivitäten. Den freien Zugang des Patienten zum Arzt seiner Wahl sehen auch wir als unverzichtbaren Aspekt der Qualität, der unbedingt erhalten bleiben muss.

7. Die direkte Medikamentenabgabe der Ärztin an den Patienten (= DMA, auch „Selbstdispensation“ genannt) ist im Kanton Baselland seit Jahrzehnten etabliert und bewährt und stellt auch eine Option für den Kanton Basel-Stadt dar. Unabhängige Statistiken zeigen klar auf, dass die Medikamentenkosten in DMA-Kantonen tiefer sind, als in Kantonen ohne direkte ärztliche Medikamentenabgabe.

8. Diese politische Agenda wird im Sinne einer „rollenden Planung“ den ständig wechselnden Gegebenheiten und Anforderungen angepasst. Wir informieren aktiv über gesundheitspolitische Themen in unserem Publikationsorgan SYNAPSE (www.synapse-online.ch/archiv).

 


„Spital-GAV“: Ziel noch nicht erreicht

Es droht eine Pattsituation

In bisher 19 Halbtages-Sitzungen haben Delegierte von fünf Nordwestschweizer Berufsverbänden und Gewerkschaften, in denen Mitarbeitende aus dem Gesundheitswesen organisiert sind, mit den Arbeitgebervertretern Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geführt. Der soll in Kraft treten, falls die Spitalfusion am 10. Februar 2019 in Volksabstimmungen in den beiden Basler Kantonen gutgeheissen wird. Das Ziel, den GAV bis Ende 2018 unterschriftsbereit vorliegen zu haben, ist allerdings verfehlt worden. Vielmehr droht ein Patt, da sich die beiden Parteien bisher in mehreren relevanten Punkten uneins sind. Die vor der Festtagspause vorliegende Fassung reicht den Arbeitnehmerverbänden jedenfalls nicht zur Unterzeichnung, so dass die Verhandlungen nach den Feiertagen ergebnisoffen weiter geführt werden.

Seit April 2018 versuchen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter einen neuen Gesamtarbeitsvertrag auszuhandeln, der im Fall eines Vollzuges der geplanten Fusion des Uni-Spitals Basel und des Kantonsspitals Baselland zum „Universitätsspital Nordwest AG“ die zwei bisherigen Verträge ersetzen soll. Das Unterfangen erweist sich nach wie vor als sehr schwierig, was einerseits den in solchen Fällen üblichen Unterschieden zwischen Angebot der Arbeitgeber und Forderungen der Arbeitnehmer geschuldet ist, anderseits aber mit unterschiedlichen Bewertungen des bisher vorliegenden Vertragsentwurfes durch die beiden Parteien erklärt werden kann. 

 Im Gegensatz zur Arbeitgeberseite, die zu Beginn der Verhandlungen im Frühjahr 2018 den Arbeitnehmenden im künftigen Universitätsspital Nordwest „ausgezeichnete Arbeitsbedingungen“ in Aussicht gestellt hatte und auch aktuell von einem „ausgewogenen Gesamtpaket“ spricht, ist die Arbeitnehmer-Vertretung dezidiert der Ansicht, dass im Vergleich mit den bisherigen GAV’s Verschlechterungen drohen, wenn in den nach wie vor strittigen Vertragspunkten keine Einigung erreicht wird. Um aber doch noch Konsens zu erzielen, muss sich die Arbeitgeberseite nach Ansicht der Arbeitnehmervertretung namentlich in den folgenden Bereichen spürbar bewegen:

 In der Festlegung des Arbeitsortes

  • In den Massnahmen bei Kündigungen aus wirtschaftlichen und/oder strukturellen Gründen
  • In der generellen Lohnentwicklung
  • In den Arbeitnehmerforderungen nach einem automatischen Teuerungsausgleich
  • In der Installierung eines Schiedsgerichts, das bei Uneinigkeiten in Bezug auf die Lohnentwicklung urteilen und entscheiden soll
  • In den Schichtzulagen für Assistenz- und OberärztInnen, die aktuell nur halb so hoch sind wie die Zulagen für das Pflegepersonal

In all diesen Bereichen wurde an eine auf Vorschlag der Arbeitnehmerseite zusätzlich anberaumten Sitzung am 17. Dezember 2019 weiter verhandelt, ohne dass dabei in dieser Zusatzrunde genügend Resultate erreicht wurden. Damit ist unvermeidbar, dass es ab Januar 2019 weitere Verhandlungssitzungen der beiden Parteien braucht, um die drohende Pattsituation doch noch abzuwenden. Die jetzt vor der Feiertagspause vorliegende Fassung reicht jedenfalls den fünf  Arbeitnehmerverbänden, dieses Zwischenfazit ist eindeutig, nicht zur Unterzeichnung. 

Zusammengesetzt ist die Arbeitnehmer-Delegation durch Vertretungen des „Baselstädtischer Angestellten-Verband“ (BAV), des „Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK“, der Gewerkschaft Syna, des „Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste“ (vpod region basel)  und des „Verband Schweizerischer Assistenz-und Oberärzte/-innen beider Basel“ (VSAO).


Dienstplanerforum

Das Diskussionsforum für DienstplanerInnen ist online. Dieses ermöglicht es den DienstplanerInnen, sich über Probleme und Lösungen bei ihrer Aufgabe auszutauschen.

>> zum Diskussionsforum für DienstplanerInnen


VSAO Basel über respektlosen Umgang mit Ärzten beunruhigt

Gefahr der medizinische Unterversorgung droht

Der Verband der Schweizerischen Assistenz- und Oberärztinnen und –ärzte Sektion Basel (VSAO Basel) stellt sich hinter die Ärzteschaft im Bruderholzspital und zeigt sich beunruhigt über die neusten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Spitalkooperation der beiden Basel und der Ankündigung das Bruderholzspital künftig nur noch als Ambulatorium zu betreiben. Insbesondere bemängelt der VSAO Basel, dass die Ärzteschaft oder zumindest die Keyplayer nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden wurden. Dieser respektlose Umgang mit den Ärztinnen und –Ärzten aber auch dem restlichen Personal ist inakzeptabel. Damit droht auch eine medizinische Unterversorgung der Bevölkerung und Engpässe in den Notfallstationen.

 Es ist für den VSAO Basel absolut unverständlich, dass die Verantwortlichen nichts gegen den Exodus der Ärzte aus dem Bruderholzspital unternehmen und diesen im Gegenteil sogar noch fördern. Ein kurzfristiger Wegfall des Bruderholzspitals, welcher aufgrund der jetzigen Situation unweigerlich sehr bald eintreten wird, führt nach Auffassung des VSAO Basel entgegen der Ansicht der Regierungsvertreter zu einer medizinischen Unterversorgung der Bevölkerung des unteren Baselbietes. Es ist zu befürchten, dass das Basler Unispital sowie die anderen umliegenden Spitäler ihre Kapazitäten nicht zeitnah genug ausbauen können, sodass eine Gefährdung der medizinischen Versorgung und insbesondere massive Engpässe in der Notfallmedizin nicht auszuschliessen sind. Der VSAO Basel weist darauf hin, dass ein allfälliger Versorgungsengpass in der alleinigen Verantwortung der Baselbieter Regierung liegt.

Der VSAO Basel gibt ausserdem zu bedenken, dass mit dem Wegfall des Bruderholzpitals als Ausbildungsklinik die Sicherstellung einer guten Weiterbildung - wie sie aktuell im Bruderholzspital gewährleistet ist - wegfällt. 

Der VSAO Basel unterstützt ausdrücklich die Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesens in der Nordwestschweiz und auch die geplante Fusion der Spitäler der beiden Basel. Eine Einbindung medizinischer Führungspersonen aus beiden Kantonen in die Entwicklung eines solchen Projektes ist jedoch elementar. Im bisherigen Prozess wurde es leider verpasst die Ärzte aller beteiligten Spitäler einzubeziehen und das Know-How zu nutzen. Der VSAO Basel fordert deshalb, dass die weitere Planung des Fusionsprozesses nun rasch, konstruktiv und unter Einbezug aller Fachkräfte (auch der Kliniken) erfolgt. Nur so kann ein Verlust von hochqualifiziertem Personal und somit von Wissen und Qualität verhindert werden, was gerade auch in Zeiten von grossem Ärztemangel immens wichtig ist.

Am Bruderholzspital wird innovative Medizin und Chirurgie auf hohem Niveau angeboten. Die Angebote sind durchaus komplementär zu den Angeboten des Unispitals zu verstehen. Es gilt nun, diese Qualität reibungslos in ein neues gemeinsames Unternehmen zu überführen. Dies kann aber nur in konstruktiver Zusammenarbeit geschehen.


VSAO Leaks ein voller Erfolg!

Wir erhalten deutlich mehr Inputs als früher. Wir werten diese Meldungen fortlaufend aus - sie helfen uns konkret Missstände anzusprechen. In Kürze werden wir auch versuchen, manche Fragen allgemein mittels FAQ zu beantworten. 


VSAO Leaks Button

Wie Ihr im aktuellen VSAO Heftli lesen konntet, möchten wir Euch mit unserer Idee des anonymen VSAO Leaks Button noch besser unterstützen.

Zum VSAO Leaks-Formular