Kantonsspital Baselland: Das Ein-Standort-Projekt „Salina Raurica“

An einer viel beachteten Medienkonferenz haben der VSAO Basel und die Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) am 15. August 2019  in Pratteln ihr gemeinsames Projekt zur Zukunft des Kantonsspital Baselland präsentiert. Entstanden ist das Konzept, das inzwischen weit über den Status einer Idee hinaus gediehen ist, nach der an der Volksabstimmung vom 10. Februar 2019 gescheiterten Fusion des Universitätsspital Basel und des Kantonsspital Baselland. Hinter dem Projekt steht ein Kernteam mit derzeit sechs Personen, darunter die Präsidenten der beiden ärztlichen Berufsverbände mit den Medizinern Miodrag Savic (VSAO) und Tobias Eichenberger (AeG BL) an der Spitze.

Das Projekt „Salina Raurica“ sieht eine Lösung mit nur noch einem Standort vor. Statt der bisherigen drei Häuser in Liestal, auf dem Bruderholz in Bottmingen und in Laufen, die den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen, soll ein Neubau auf dem Gebiet „Salina Raurica“ in Pratteln, der wohl aufstrebendsten Gemeinde im Kanton, eine zeitgemässe, moderne medizinische Gesundheitsversorgung sicherstellen.

Neben dem vorliegenden durchdachten Konzept, das auch den Weg zur Finanzierung aufzeigt, haben die Initianten bereits ein umfassendes Networking in politischen, medizinischen und gesellschaftlichen Kreisen betrieben, so dass VSAO und AeG BL zuversichtlich sind, ihr Projekt auch auf dem politischen Weg zur Ausführung zu bringen.

 

Medienkonferenz vom 15.8.2019

Neubau statt Flickwerk

Die Ein-Standort-Lösung

für das Kantonsspital Baselland

Salina Raurica Pratteln

Vertreter und Vertreterinnen der Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) und des Verban-des Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen beider Basel (VSAO Basel) ha-ben sich für ein Projekt zur Zukunft des Kantonsspitals Baselland zum KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA (Kurzform: KERNTEAM) zusammengeschlossen und präsentieren eine Lösung, die nur noch einen einzigen Spitalstandort im Kanton vor-sieht, und zwar auf dem Gelände Salina Raurica in Pratteln. 2/20

Inhalt

I. Die Ausgangslage

Der Startschuss

Der Auftrag für das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Die Ärztegesellschaft Baselland

Der VSAO Basel

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

II. Das Patientenwohl

III. Die Lösung

Die Standortfrage

Die Expertise

Das Angebot

Der Business-Case

IV. Die Argumente und die Vorteile für…

Die Patientinnen und Patienten

Die Bevölkerung

Die Zuweisenden

Die Mitarbeitenden

Den Betrieb

Die Medizin

Die Forschung

Zitat von Regierungsrat Thomas Weber

V. Die Finanzierung

VI. Die politische Einschätzung

VII. Die nächsten Schritte

VIII. Zehn Kernpunkte des Kernteams

IX. Kontakte

Kontakte für Medien

Geschäftsstelle

Links 3/20

I. Die Ausgangslage

Der Startschuss

Am 10. Februar 2019 erlebte das von den Regierungen der beiden Basler Halbkantone seit Jahren angestrebte und über lange Zeit vorbereitete Ziel einer Fusion zwischen dem Universi-tätsspital Basel (USB) und dem Kantonsspital Baselland (KSBL) mit seinen drei Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen ein abruptes Ende. Die Stimmbevölkerung von Baselland hiess die Fusion zwar recht deutlich gut, doch in Basel-Stadt wurde das Fusionskonzept abgelehnt. Damit war alles, was Regierungen, Berufsverbände und andere involvierte Kreise bis dahin vorbereitet hatten, Makulatur.

Dies ergab die komplexe Problematik, dass – nebst den zunehmenden Schwierigkeiten für das KSBL seit der internen „Fusion" von 2012 – durch die geplatzte Fusion mit dem USB nun wieder eine interkantonale Konkurrenzsituation zwischen KSBL und USB drohte, mit den be-kannten negativen Auswirkungen für beide Häuser.

Die Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) und der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen Basel (VSAO Basel) suchten deshalb unverzüglich weiter nach einer Lö-sung, welche sowohl eine zukunftsgerichtete Neuausrichtung des KSBL ermöglichen und gleichzeitig die Türen für eine Kooperation mit dem USB offenhalten sollte.

Da die letzten Jahre gezeigt hatten, dass eine Mehrstandort-Lösung aufgrund der damit ver-bundenen Doppelspurigkeiten und der an den betagten Standorten Bruderholz und Liestal not-wendigen Investitionen nicht zielführend sein kann, ergab sich als einzig sinnvolle Strategie die Erarbeitung einer Einstandort-Lösung am idealen Ort "auf der grünen Wiese". - Die beiden Ärztevereinigungen kamen dabei zur gleichen Schlussfolgerung, welche bereits die Chefärzte des KSBL im Frühjahr 2018 einstimmig dem VR vorgeschlagen hatten:

Nur ein Neubau an einem zentralen Standort im Kanton stellt eine sachgerechte und nachhal-tige Lösung dar. Diesbezügliche weitere Abklärungen führten zur Erkenntnis: Das Entwick-lungsgebiet Salina Raurica in Pratteln ist der ideale Standort: zentral gelegen, perfekte Anbin-dung an den öffentlichen und privaten Verkehr, bereits auf Ebene Kanton und Gemeinde ge-plante Arealentwicklung, somit innert nützlicher Frist verfügbar, finanzierbar, mit realistischem Zeitplan.

Für die Weiterbearbeitung der komplexen Thematik gab sich die Arbeitsgruppe der beiden Ärztevereinigungen hierauf den Namen „Kernteam Kantonsspital BL Salina Raurica". 4/20

Der Auftrag des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Konkret hat sich in der Folge das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA den Auftrag gegeben, zusammen mit weiteren Partnern (Gemeinde Pratteln, Arealentwickler) die tragfä-higste Lösung zur Zukunft des finanziell und imagemässig stark angeschlagenen Kantonsspi-tals Baselland auszuarbeiten. Dabei standen folgende Hauptkriterien im Vordergrund:

 Das Patientenwohl muss über allen anderen Kriterien stehen. Kein anderes wichtiges Argument darf im Entscheidungsprozess und in der Umsetzung stärker wiegen.

 Die Gesundheitsversorgung des Kantons Baselland muss auch nach der Fusionsab-sage aus dem Stadtkanton auf höchstem Niveau gewährleistet bleiben.

 Die Neuausrichtung des KSBL schliesst eine zukünftige enge und verbindliche Koope-ration mit dem Universitätsspital Basel (USB) keinesfalls aus. Im Gegenteil – diese Zu-sammenarbeit ist unabdingbar, zum Beispiel durch die gemeinsame Nutzung des am-bulanten Zentrums.

 Zu einer Kooperation dieser Art gehört eine klar definierte Aufgabenteilung, gemäss der die erweiterte Grundversorgung schwergewichtig beim KSBL bleibt. Umgekehrt konzentrieren sich die hochspezialisierte, universitäre Medizin und Chirurgie auf das USB.

 Das Ziel dieses Projektes «Salina Raurica» bleibt auch nach der gescheiterten Fusion eine gemeinsame medizinische Versorgung in beiden Basler Kantonen.

 Die Medizinerinnen und Mediziner, die Politiker und Behörden sowie die gesamte Be-völkerung und Wirtschaft des Kantons müssen deshalb überzeugt werden, dass Basel-land diesen Weg mit und ohne Fusionspartner gehen kann und gehen wird.

 Die Finanzierung muss gewährleistet sein, ohne dass dadurch der Kanton Baselland wieder finanziell in frühere «rote» Zeiten zurückfällt.

 Die bisherigen durchschnittlichen Zeitlimiten zur Erreichung des Spital-Standortes mit den privaten oder öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb des Kantons dürfen im Ver-gleich mit der aktuellen Praxis nicht unzumutbar verlängert werden.

 Bei der Planung und Konkretisierung des neuen Spitals sollte – anders als bei früheren derartigen Projekten – unbedingt auf die Erfahrung und Expertise von praxiserprobten Ärztinnen und Ärzten zurückgegriffen werden. Das KERNTEAM KSBL SALINA RAURICA hat mit dem hier vorgestellten Projektvorschlag den Beweis angetreten, weit über den Tel-lerrand hinaus zu sehen. Dabei wurde nicht nur auf die «eigene» Situation geschaut, sondern die künftige Versorgung der ganzen Region ins Auge gefasst.

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Angelehnt an diese eigenen Vorgaben arbeitete das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA die vorliegende Ein-Standort-Lösung unter Berücksichtigung aller Hauptkriterien und aller weiteren relevanten Anforderungen aus, die erstmals am 27. Juni 2019 mittels Medien-communiqué öffentlich gemacht und die an der Medienkonferenz vom 15. August 2019 vertieft präsentiert wurde.

Die Gemeinde Pratteln mit Präsident Stephan Burgunder an der Spitze sieht das Projekt Sa-lina Raurica als interessante Option und als Katalysator für das geplante Baugebiet. Die Ge-meinde Pratteln unterstützt die jetzt vorliegende Idee und das Konzept und hat bereits ein Ge-sundheitscluster vom Entwickler und Totalunternehmer Losinger Marazzi prüfen und ausarbei-ten lassen. Dabei wurden von diesem unabhängigen Arealentwickler alle relevanten Machbar-keitsfragen überprüft und durchwegs positiv beantwortet.

Die Ärztegesellschaft Baselland

Die Ärztegesellschaft Baselland (AeG BL) ist der Berufsverband der Ärztinnen und Ärzte im Kanton Baselland. Sie versteht ihre Aufgabe hauptsächlich als Dienstleistung für ihre eigenen Mitglieder sowie für die Öffentlichkeit, für die die Ärzteschaft im Kanton 24 Stunden am Tag da ist. Rund um die Uhr ist flächendeckend ein Notfalldienst der praktizierenden Ärzte eingerich-tet. 650 in der Praxis tätige Haus- und Spezialärzte sowie Chefärzte und Leitende Ärzte in den Spitälern des Kantons sind Mitglieder der AeG BL.

Der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte/-innen Basel

Der VSAO Basel setzt sich für die in den beiden Basler Halbkantonen tätigen Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte ein. Er vertritt deren berufliche Interessen und setzt sich für zeitge-mässe Arbeitsbedingungen sowie eine qualitativ hochstehende Weiter- und Fortbildung ein. Der VSAO Basel hat über 2300 Mitglieder. 6/20

KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Aktuell ist das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA durchwegs aus Persönlichkeiten der beiden Berufsverbände AeG BL und VSAO Basel zusammengesetzt:

Co-Leitung Dr. med. Tobias Eichenberger, Liestal

Präsident AeG BL

Co-Leitung Dr. med. Dr. med. dent. Miodrag Savic, Basel

Präsident VSAO Basel

Spitalexperte Dr. med. Conrad Eric Müller, MBA, Münchenstein

CEO beim Neubau des Universitätskinderspitals beider Basel UKBB

Früherer Direktor Klinik Hirslanden Zürich

Arbeitsrecht Claudia von Wartburg, lic. iur., Fachanwältin für Arbeitsrecht, Basel

Geschäftsführerin VSAO Basel in Binningen

Koordination Friedrich Schwab, lic.iur., Rechtsanwalt, Sissach

Geschäftsführer AeG BL

Kommunikation Josef Zindel, Kommunikationsberater, Texter, Autor 7/20

II. Das Patientenwohl

In jeder Form der Gesundheitsversorgung steht in allererster Linie der Mensch im Fokus, so-mit insbesondere die Patientinnen und Patienten. Ihr Wohl muss über allen anderen Kriterien stehen. Kein anderes Argument darf im Entscheidungsprozess und in der Umsetzung stärker wiegen, weshalb sich das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA in der Kernaussage zu diesem Thema auch beim deutschen Ethikrat bedient. Dieser schreibt auf seiner Website:

«Bei der Behandlung von Patienten, sei es im ambulanten oder stationären Bereich, sollte im-mer deren Wohl im Mittelpunkt stehen. Dafür sind grundlegende ethische Normen für die Be-handlung von Patienten sowie das Arzt-Patient-Verhältnis von zentraler Bedeutung.

Aufgrund des steigenden ökonomischen Drucks im Gesundheitswesen sehen sich allerdings alle in diesem Bereich Tätigen zunehmend mit der Problematik konfrontiert, Entscheidungen treffen zu müssen, die dem Patientenwohl nicht unmittelbar dienlich sind oder diesem sogar entgegenstehen.

In allen Bereichen des Gesundheitswesens sollten diese Entwicklungen daher mit Blick auf das Patientenwohl kritisch beobachtet werden, damit die medizinisch erforderlichen Behand-lungen nach wie vor allen Patienten angeboten werden können.» 8/20

III. Die Lösung

Die Standortfrage

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA hat dem Verwaltungsrat des KSBL seinen Vorschlag eingereicht. Die bereits als Konzept gestaltete Botschaft lautete: Die Zukunft des KSBL muss an einem einzigen Standort gestaltet werden, und zwar auf dem Areal

Salina Raurica in Pratteln.

Das sind die Gründe, weshalb auf die Standorte Bruderholz und Liestal verzichtet werden muss:

 Die Strategie mit den Standorten Bruderholz und Liestal ist, wie die Entwicklung der letzten Jahre aufzeigt, gescheitert.

 Der Standort Bruderholz ist durch die vielen Schlagzeilen negativ konnotiert.

 In Liestal fehlen Platz, Entwicklungsmöglichkeiten sowie das Einzugsgebiet für eine er-folgreiche Expansion.

Beim Standort Laufen geht es vor allem um politische, juristisch und historisch gefärbte Ent-scheide, weshalb die Zukunft des Laufener Spitals nicht Teil dieses Konzeptes ist.

Die Expertise

Das vom KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA entwickelte Konzept für die Neuaus-richtung des KSBL in Pratteln wurde unter Einbezug von verschiedenen Fachpersonen durch den unabhängigen Arealentwickler auf die planerische Umsetzbarkeit geprüft.

Durch die ideale Anbindung an den öffentlichen Verkehr, mit einer eigenen S-Bahn-Halte-stelle, mit Bus und mit der geplanten Tramverlängerung, wie auch an den motorisierten Indivi-dualverkehr (Kantonsstrasse, Autobahn) bietet der Standort Salina Raurica eine optimale Er-reichbarkeit für das Oberbaselbiet, den unteren Kantonsteil und das Fricktal. Zudem ist die Möglichkeit einer direkten Zufahrt ab der Autobahn für Blaulicht-Transporte denkbar.

Und schliesslich erfüllt das Konzept gemäss Vorabklärungen des Fachexperten mit den zu-ständigen Behörden die Anforderungen der Störfallverordnung (Bahntransporte, Autobahn, Gasleitung) und der Lärmschutzverordnung. 9/20

Das Angebot

Der im Konzept vorgesehene Campus umfasst die Bereiche Akutspital, ambulantes Zentrum mit Hotel und Personalhaus sowie den Bereich Alter & Pflege. Diese drei Leistungsangebote sind auf dem Perimeter prozessual optimal gegliedert. 10/20

Der Business-Case

Der Business-Case und damit die Kosten-Nutzen-Analyse, die Wirtschaftlichkeitsrechnung, die Renditerechnung und die Investitionsrechnung sehen unterschiedliche Strategien in der Beschaffung und Finanzierung vor, um möglichst wirtschaftlich und in kürzester Zeit über die

neue Infrastruktur verfügen zu können. Gleichzeitig sollen die finanzielle Zukunft des KSBL gestärkt und die Risiken für Steuer- und Prämienzahler minimiert werden.

Das neue Kantonsspital BL bedingt für die stationären Behandlungen im Rahmen der (erwei-terten) Grundversorgung eine Investition in der Grössenordnung von MCHF 400. Für die Vari-ante mit Umbau- und Ausbau-Massnahmen an den bisherigen Standorten Bruderholz und Liestal wird demgegenüber mit mindestens MCHF 500 gerechnet. Diese deutlich höheren Kosten müssten zudem während des laufenden Betriebes (Baustellen während 10 bis 15 Jah-ren) in eine alte Bausubstanz mit veralteten Prozessen investiert werden. Ob diese Investitio-nen durch betriebliche Optimierungen aufgefangen werden könnten, ist mehr als fraglich. Ein grosser Vorteil des Neubaus ist zudem, dass während der Bauzeit keine Patientenbetreuung auf Baustellen stattfindet und zuletzt ein modernes, auf die zukünftigen Herausforderungen ausgerichtetes Spital zur Verfügung steht.

Das Zentrum für ambulante und kurzstationäre Medizin wird gemäss Konzept in der Grössen-ordnung von MCHF 200 durch einen Investor finanziert und kann langfristig zu günstigen Kon-ditionen vom KSBL wie auch vom USB oder von Dritten gemietet werden.

Das ambulante Zentrum ist baulich vom stationären Akutspital getrennt und profitiert von eige-nen optimierten Prozessen und wird gleichwohl in eine enge betriebliche Zusammenarbeit zur Nutzung von Synergieeffekten und zur Senkung der Betriebskosten eingebunden.

Der zentrale Eingangsbereich («Piazza») dient unter anderem der Notfall-Triage und damit der Entlastung des Akutspitals. Ein grosszügig dimensioniertes Parkhaus sichert die direkte Er-reichbarkeit für Patienten, Angehörige und Personal.

Der Bereich Alter und Pflege schliesslich ist gemäss Konzept vollständig eigenständig, profi-tiert jedoch vom Dienstleistungsangebot des Akutspitals (z.B. Küche, Wäscherei, Personal), womit beide Anbieter ihre Betriebskosten wirksam senken können. 11/20

IV. Die Argumente und die Vorteile

Der Verwaltungsrat des KSBL hat neben dem vorliegenden Konzept des

KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA logischerweise weitere Varianten geprüft und einen vierteiligen Variantenkatalog zur Zukunft des Spitals veröffentlicht und dabei die Varian-ten gemäss ihrer Reihenfolge wie folgt priorisiert:

1. Stationäre Leistungen dezentral an den zwei Standorten Liestal und Bruderholz

2. Stationäre Leistungen zentral an einem neuen Standort «auf der grünen Wiese»

3. Stationäre Leistungen dezentral an drei Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen

4. Stationäre Leistungen zentral am Standort Liestal

Das gemeinsame Konzept Salina Raurica der Ärztegesellschaft Baselland und des VSAO Ba-sel kommt in der Beurteilung des Verwaltungsrates damit erst an zweiter Stelle.

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA hält diese Einstufung des Verwaltungsrates für nicht zielführend, weil die Varianten 1, 3 und 4 durchwegs auf der Idee einer Sanierung fussen. Angesichts des heutigen schlechten Zustands des KSBL würde dieser Weg zwangs-läufig in eine Flickschusterei führen, die nach Berechnung des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA gar um rund 100 Millionen Franken teurer zu stehen käme als die Ein-Stand-ort-Umsetzung in Pratteln, die mit einem Betrag von rund 400 Millionen Franken auskommt.

In diesem Zusammenhang sei unterstrichen, dass das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA von Medizinern und damit von erfahrenen Praktikern geführt wird, wobei Spitalex-perte Dr. Conrad Eric Müller neben seinem medizinischen Know-how aus der Praxis auch über eine umfassende Erfahrung aus seiner Zeit als CEO beim Neubau des Universitäts-Kin-derspital beider Basel (UKBB) und als Direktor der Klinik Hirslanden Zürich verfügt. Damit wei-sen sich die Initianten des Standortes Pratteln nicht nur über eine hohe medizinische Kompe-tenz und beste Kenntnisse des Praxis- und Spitalalltags aus, sie haben z.T. jahrzehntelange gesundheitspolitische Erfahrung (kantonal und national) und können auch die mitentscheiden-den Fragen der Finanzierung mit grosser Fachkenntnis behandeln.

Die Ärztinnen und Ärzte, die Salina Raurica umsetzen möchten, kennen insbesondere auch die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten aus nächster Nähe. Das ethisch wichtigste An-liegen des Patientenwohls steht für sie bei diesem Projekt an erster Stelle, ohne dass sie da-bei die unbestritten ebenfalls sehr bedeutenden und matchentscheidenden Fragen der Ökono-mie unterschätzen. 12/20

Die folgende Argumentation des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA wird vom wachsenden Kreis der Befürworter als absolut überzeugend beurteilt. Sie ist, obwohl wie jedes andere Konzept in jeder anderen Branche auch, nicht frei von Nachteilen. Doch in der Summe und nach Abwägung aller anderer Varianten ist sie nicht nur die beste, sondern auch die ein-zig mögliche Version mit Nachhaltigkeit. Weiter bietet sie die Garantie, die medizinische Ver-sorgung den heutigen Bedürfnissen anzupassen und eine Infrastruktur zu erstellen, welche ei-ner immer wichtiger werdenden, neuen Anforderung an die Spital-Medizin gerecht wird: der antibakteriellen und antimikrobiellen Resistenz.

Unter der antibakteriellen und antimikrobiellen Resistenz wird allgemein das Phänomen ver-standen, dass sich Mikroorganismen vor dem Angriff eigentlich gegen sie gerichteter Wirk-stoffe erfolgreich schützen und die entsprechende biologische oder chemische Substanz da-mit unwirksam machen können. Jedes Jahr sterben weltweit rund 700.000 Menschen an sol-chen Resistenzen, im Jahr 2050 rechnet man mit 10 Millionen Menschen. Bakterien und Pilze sind oder werden gegenüber solchen Wirkstoffen unempfindlich, also resistent. Bedrohlich für den Menschen sind insbesondere Antibiotika-Resistenzen von Mikroorganismen.

Diesen neuen Anforderungen kann man nur in einer entsprechend modernen, zielführenden Spitalinfrastruktur mit leistungsfähigen Laboratorien und der Möglichkeit, das Klima im Innern vor allem auch bei grosser Hitze effizient zu regeln, gerecht werden. In älteren oder alten Klini-ken ist letzteres, wie konkrete Beispiele gerade in diesem Sommer gezeigt haben, nur sehr beschränkt möglich. (Herkömmliche Klimaanlagen gelten als Bakterienschleudern.)

Nachfolgend finden Sie die Liste der Argumente und Vorteile, die vom KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA erarbeitet wurde und die nach gründlichstem Abklopfen auf Killerargumente eigentlich bei allen Entscheidungsträgern, namentlich in der Politik, in der Spi-talführung sowie in der Belegschaft und auch bei der Bevölkerung fast zwingend zu einem Ja zur zukünftigen Baselbieter Gesundheitsversorgung auf dem Gebiet von Salina Raurica in Pratteln führen müsste: 13/20

Die Vorteile für die Patientinnen und Patienten

 Langfristige Sicherstellung einer modernen, hochqualitativen, erweiterten medizini-schen Grundversorgung im Kanton Baselland

Eine Anlaufstelle für die stationäre und ambulante Spitalversorgung, keine Verlegung zwischen verschiedenen Standorten

Beispiel: Tagesambulanter Eingriff, nach welchem wegen einer unerwartet aufgetrete-nen Komplikation wie beispielsweise einer Rhythmusstörung, eine Überwachung auf einer Intensivstation nötig ist. Dieser Patient kann einfach über eine Passerelle vom ambulanten in den stationären Sektor/Intensivstation verlegt werden. Somit erhöhte Patientensicherheit bei diesen immer zahlreicher werdenden tagesambulanten Operati-onen

 Abklärungen und Therapie an einem Ort, kurze Wege

 Gute Erreichbarkeit der Notfallstation auch für Patienten/innen aus dem Fricktal und aus Basel-Stadt

 An die Patientenbedürfnisse angepasste Infrastruktur

Dies beinhaltet: einfache Erreichbarkeit mit ÖV, Individualverkehr und Ambulanz, genü-gend Parkplätze, klare, selbst erklärende Strukturen, Aufenthaltsbereiche für Patienten und ihre Angehörigen, Zimmer, die flexibel in Einer- oder Zweier-Zimmer umgebaut werden können, Platzangebot für Angehörige, die beim Patienten übernachten möch-ten. Durch moderne Bautechnik Erhaltung von konstanter Raumtemperatur, Lüftungen, die die Verbreitung von Erregern verhindern, Bodenbeläge, die bei Stürzen Frakturen verhindern, Rollstuhlgängigkeit, Zimmer mit Anschlüssen für moderne Medien, An-schlüsse für alle notwendigen medizinischen Therapien (Medizinalgase, Patientenüber-wachungsnetz), Gewährleistung von Brandsicherheit und Erdbebensicherheit

 Alle Therapien an einem Ort, inklusive Rehabilitation – ein Gesundheitscampus

Die Vorteile für die Bevölkerung

 Langfristige Sicherstellung einer modernen, hochqualitativen (erweiterten) Grundver-sorgung im Kanton Baselland: Alle gewinnen ein neues Spital, es gibt keine Verlierer.

 Die Bevölkerung des Kantons Baselland darf und soll stolz auf dieses moderne, effizi-ente Spital sein – es ist unser gemeinsames Spital.

 Bessere Kostendeckung und keine Prämienerhöhungen, die durch Ineffizienz und Doppelspurigkeiten verursacht werden.

 Auch die Steuerzahlerinnen und -zahler profitieren von dieser Lösung, mit welcher die Kosten der kantonalen Spitalversorgung bestmöglich im Griff gehalten werden können. (Bekanntlich müssen die Kantone 55 % der für ihre Einwohner/innen entstehenden Spitalkosten übernehmen.)

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Die Vorteile für die Zuweisenden

 Klare Verhältnisse als Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit

 Es wird das Spital der Zuweisenden – eben unser Spital

 Involvierung der Zuweisenden bei der Therapie des Patienten durch einfache digitale Vernetzung

 Fortbildung an einem Ort, in moderner Infrastruktur, inklusive interaktivem Teil

 Gute Erreichbarkeit mit ausreichenden Parkplätzen

Die Vorteile für die Mitarbeitenden

 Langfristige Sicherung eines attraktiven Arbeitsplatzes

 Einbezug für die Gestaltung eines neuen Arbeitsumfeldes

 Gute Möglichkeit zur Weiterentwicklung in einem kompetitiven Umfeld

 Effiziente Zusammenarbeit

 Gemeinsame Kultur und Corporate Identity (Stolz auf einen modernen Arbeitsplatz)

 Kurze Wege und einfache Prozesse

 Modernste Sicherheitsstandards

 Gute Erreichbarkeit, Wohnmöglichkeiten in der Nähe mit Rheinufer und Parks

 Teilhaben an Innovation, Forschung und Lehre auf dem neuen Campus

 Vereinfachte, vereinheitlichte Administration

 Einheitliche Systeme: Patientenüberwachung, KIS und vieles mehr

 Unterstützung bei der Betreuung der Patienten durch modernste Patientenüberwa-chungen

 Pflege-Hilfsgeräte wie Patientenheber und Ähnliches sind integriert

Die Vorteile für den Betrieb

 Mehr Patienten durch hohe Attraktivität

 Effizienz durch klare Strukturen, keine Doppelspurigkeiten

 Massiv schlankere Administration, vor allen bei den Querschnittsfunktionen inklusive Leitung und VR, keine Doppelstruktur mit Standortdirektoren

 Massive Reduktion von Beratertätigkeiten, Projektierungskosten

 Ertragsgerechte Anlagenutzungskosten

 Aufbau von attraktiven Schwerpunkten, Aushängeschilder

 Innovatives Umfeld

 Klare Prozesse

 Alte Zöpfe können durch den Umzug abgeschnitten werden

 Flexible Strukturen, die Anpassungen an sich verändernde Bedürfnisse erlauben

 Tiefe Unterhaltskosten

 Tiefe interne Transportkosten

 Kooperationsfähiges Spital mit hoher Attraktivität

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Die Vorteile für die Medizin

 Modernen Bedürfnissen angepasste Infrastruktur

 Das Haus ist ausgerichtet für interdisziplinäres Arbeiten sowohl im Notfall wie auch ambulant und stationär

 Gebaut für moderne Kurzzeit-Hospitalisationen und für die Möglichkeiten der ambulan-ten Vor- und Nachbetreuung

 Sicherheit zur Vermeidung der Übertragung von resistenten Erregern, Isolationszim-mer auf allen Abteilungen

 Modernste, lückenlose Patientenüberwachungssysteme zur Verbesserung der Patien-tensicherheit, Beispiel: Rechtzeitige Erkennung einer Sepsis

Die Vorteile für die Forschung und die Life-Science-Wirtschaft

 Der Innovationscampus ist integriert im Spital, wo modernste Technik zum Nutzen der Patienten weiterentwickelt werden kann, Beispiel: Digitale Medizin und MedTech

 Attraktiv für klinische Multicenter-Studien

 MedTech Start-ups können sich in der Umgebung ansiedeln

Die Vorteile für die kantonalen Finanzen

 Für den Kanton werden durch den Rückbau der heutigen Standorte Liestal, Bruderholz und Laufen finanzielle Ressourcen von mehreren Hundert Millionen Franken frei ge-macht.

Die Vorteile für mindestens drei Baselbieter Gemeinden

 Vorteil Pratteln: Anschub für die Entwicklung Salina Raurica

 Vorteil Liestal: Potenzial des heutigen Spitalareals für eine Umnutzung (Wohnen, Ge-werbe)

 Vorteil Binningen/Bottmingen: Steuereinnahmen durch zusätzlichen Wohnraum an pri-vilegierter Lage auf dem Bruderholz

Ein Zitat von Regierungsrat Thomas Weber

 Das vielleicht treffendste Argument für eine umfassende Neubaulösung an einem Standort wie sie von den mit riesigem Engagement von Ärztinnen und Ärzten aus un-serer Region vorangetrieben wird, lieferte der Baselbieter Gesundheitsminister Thomas Weber im Schweizer Fernsehen in der Sendung «Schweiz aktuell» vom 3. Juli 2019 mit dieser Aussage: «Wenn es so weitergeht mit dem Kantonsspital Basel-land, ist es in ein paar Jahren tot».

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V. Die Finanzierung

Das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA hat für den Neubau des KSBL ein Investitionsvolumen von rund MCHF 600 errechnet. Davon entfallen MCHF 400 auf das Akutspital und MCHF 200 auf das ambulante Zentrum, welches gemeinsam mit anderen Anbietern als Investorenlösung realisiert wird.

Für das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA steht aber ausser Zweifel, dass das neue KSBL in Pratteln finanzierbar ist – und zwar ohne dass dadurch der Prämien- und Steuerzahler noch mehr zur Kasse gebeten wird und ohne eine Neuverschuldung des durch den Baselbieter Regierungsrat unter Federführung von Finanzdirektor Anton Lauber finanziell sanierten Kantons Baselland.

Die für den Neubau des Akutspitals errechneten Investitionskosten von MCHF 400 liegen deutlich unter den veranschlagten Kosten von MCHF 500 für die Sanierung und Aufrechterhaltung der Altbauten Bruderholz und Liestal. Bei der Sanierungsvariante käme erschwerend hinzu, dass die Sanierungen über längere Zeitdauer unter laufendem Betrieb erfolgen müssten – mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Betrieb. Zudem würden nach Abschluss der Sanierungen im Kern noch immer Bauten aus den 1970er Jahren verbleiben.

Das KSBL schrieb zuletzt beträchtliche Verluste. Allein die Jahresrechnung 2018 weist einen Verlust von CHF 12 Millionen aus. Ein Weiterführen einer Mehrstandortstrategie mit den dafür notwendigen beträchtlichen Sanierungskosten kann nicht wirtschaftlich sein. Und für Regionalpolitik auf Kosten der Gesundheit fehlen dem Kanton und der Baselbieterin das Geld.

Von einem hochmodernen, effizienten und qualitativ hochstehenden Neubau auf grüner Wiese profitieren Patienten, Mitarbeiter und der Kanton Baselland gleichenteils. Durch die realistischerweise zu erwartenden, deutlich besseren Geschäftszahlen wird das neue Spital selbsttragend sein und potente Geldgeber für die Planung und Realisierung anziehen. Die Finanzierung ist gesichert!

Anzustreben ist die Erwirtschaftung eines für den nachhaltig erfolgreichen Betrieb des Kantonsspitals Baselland notwendigen EBIT von 10 %. Dies ermöglicht dem Betrieb, Rücklagen für zukünftige Investitionen zu bilden und gleichzeitig in eine qualitativ hochstehende Entwicklung zu investieren – zum Wohle der Patientinnen und Patienten und zur Sicherung des Gesundheitsstandorts Baselland. 17/20

VI. Die politische Einschätzung

Dem KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA ist bewusst, dass zur Realisierung seines Konzeptes noch viel Überzeugungsarbeit bei allen Playern nötig sein wird:

 Bei der Politik

 Bei den Spitalbehörden

 Bei den Medien, die nicht beeinflusst, aber mit transparenten Informationen zur Weiterleitung an die Bevölkerung bedient werden sollen

Ganz bewusst aus dieser kurzen Auflistung der Mitspieler ausgeklammert wurde die Be-legschaft des KSBL, allen voran die Ärzteschaft und die Pflegenden. Denn im KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA ist man – vor allem aufgrund der täglichen Zusammen-arbeit mit dem Kantonsspital Baselland – sicher, dass die Mitarbeitenden vom vorliegen-den Konzept in überwiegender Zahl überzeugt sind, falls die Arbeitsbedingungen eben-falls auf hohem Niveau sein werden. Und exakt auch dieses Kriterium hat Priorität: Dass sich jene, die fürs Patientenwohl sorgen, wohl fühlen.

Die Form und der Umfang der politischen Überzeugungsarbeit, die das KERNTEAM KAN-TONSSPITAL BL SALINA RAURICA noch zu leisten hat, werden stark von den Rückmeldungen aus der Regierung, den Parteien und dem Landrat abhängig sein.

Unumgänglich sind für eine möglichst rasche Umsetzung des Konzeptes

 Schnelle, kurze Wege bei der Planung

 Schnelle, kurze Wege bei der Umsetzung

 Schnelle, kurze Wege in der Politik

 Die Politik muss bei dieser Lösung mitmachen

Zögerliches, mutloses statt entschlossenes und weitsichtiges Handeln sind Killerargu-mente für eine hochstehende Gesundheitsversorgung im Kanton Baselland

 Die anderen schlafen nicht

 Auch Häuser aus benachbarten Kantonen ziehen ebenfalls ihre prospektiven Kon-sequenzen aus der gescheiterten Fusion und bewerben sich damit ebenfalls um die Gesundheitsversorgung in der Region

 Machen Behörden, Politik und Bevölkerung des Kantons nicht oder nur halbherzig mit, ist die eigene Spital-Gesundheitsversorgung unserer Baselbieter Bevölkerung in hohem Masse gefährdet

 Das KSBL verliert jeden Monat Kompetenz, Patienten und Geld. Eine unnötige Verzögerung erschwert oder verunmöglicht die dringend notwendige Stabilisierung und eine erfolgreiche Transformation hin zum neuen Spital

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VII. Die nächsten Schritte

Mit der Information der Öffentlichkeit via Medien und eigene Kanäle hat das KERNTEAM KAN-TONSSPITAL BL SALINA RAURICA den ersten Pfahl eingeschlagen und dabei bereits eine beachtliche Reaktion – auf meist erfreulich hohem Diskussionsniveau – ausgelöst. Dabei waren von über-zeugter Zustimmung über Skepsis bis zur Ablehnung alle Varianten von Rückmeldungen zu ver-zeichnen.

Nicht zuletzt in diesem Kontext und im Wissen um das grosse öffentliche Interesse an dieser Thematik wird das KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA diese nächsten Schritte gehen:

 Gespräche und Überzeugungsarbeit bei Parteien und politischen Entscheidungsträgern

 Bildung eines Unterstützungskomitees mit Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft

 Die Bevölkerung überzeugen, dass ein Neubau in Pratteln dem Patientenwohl getreu sei-ner grossen Bedeutung am besten gerecht wird, weit mehr als bei Sanierungsarbeiten, von denen jetzt schon prophezeit werden muss, dass sie rasch in Sanierungsarbeiten der Sanierungsarbeiten und bald darauf in Sanierungsarbeiten der Sanierungsarbeiten der Sanierungsarbeiten münden werden. Und damit in ein Fass ohne Boden. Auf dieser Er-kenntnis, die eigentlich nicht ernsthaft bezweifelt werden kann, fusst denn auch das Motto des Konzepts Salina Raurica: Neubau statt Flickwerk, Neubau statt Fass ohne Boden.

Von den Feedbacks aus den Kreisen der Entscheidungsträger und vom Entscheid des Landrates und einer zu erwartenden Abstimmung in der Bevölkerung des Kantons Baselland sind die weiteren Schritte abhängig, ehe frühestens im Jahr 2023 der Spatenstich in Pratteln er-folgen kann. Nach einer finalen Zustimmung zum Spitalneubau-Projekt am neuen Standort in Pratteln gilt für die weitere Umsetzung der folgende – noch sehr grobe – Fahrplan:

 Qualitätssicherung und Feintuning

 Ausarbeitung der Baulandumlegung

 Erster Quartierplan

 Rechtsgültiger Quartierplan

 Frühester Baubeginn ca. 2023

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VIII. Zehn Kernpunkte des Kernteams

Die folgenden Kernpunkte, neudeutsch auch Bulletpoints genannt, fassen das Kon-zept des KERNTEAMS KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Ärztegesellschaft Baselland und des VSAO Basel zusammen:

 Priorität hat die Versorgung und somit das Patientenwohl

 Neubau und Konzentration an einem Standort statt überteuertes, ewiges Flick-werk an den bisherigen Standorten

 Ein technisch und medizinisch hochstehendes Gesundheitszentrum im Baselbiet fürs Baselbiet, gemacht von Menschen, die spüren, wie das Baselbiet emotional tickt – und gleichwohl offen für die zwingend notwendige und enge Kooperation mit dem Unispital Basel

 Das geplante Zentrum für ambulante und kurzstationäre Operationen ist ein wich-tiger Grundstein für diese zukünftige und für die Region so wichtige Kooperation mit dem Universitätsspital Basel

 Der Standort Pratteln, in einer der am meisten prosperierenden

Gemeinden der Schweiz, ist ideal in Bezug auf die zentrale Lage im

Kanton und die Anbindung an den öffentlichen und privaten Verkehr

 Die Finanzierung ist ohne neue Verschuldung des heute gesunden Kantons Ba-selland machbar

 Der Neubau senkt zudem durch die Optimierung der Prozessabläufe signifikant die Betriebskosten

 Salina Raurica ist nicht ein Projekt von Ärzten für Ärzte - Salina Raurica ist ein or-ganisch gewachsenes Konstrukt - Salina Raurica steht für einen erfolgreichen Neuanfang des KSBL - Salina Raurica bietet eine Chance für das Baselbiet - Sa-lina Raurica steht für eine zukünftige regionale Kooperation

 Das Projekt braucht die Unterstützung aller Menschen im Baselbiet

 Salina Raurica hat ein enges Zeitfenster - helfen Sie mit, dieses window of oppor-tunity nicht zu verpassen

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IX. Kontakte

Für Medienkontakte

Dr. Tobias Eichenberger +41 61 902 00 33

Präsident AeG BL, Co-Leiter KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Dr. Dr. Miodrag Savic +41 79 485 31 13

Präsident VSAO, Co-Leiter KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Dr. Conrad Eric Müller +41 61 411 15 35

Spitalbau-Spezialist im KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

lic.iur. Claudia von Wartburg +41 61 421 05 95

Arbeitsrechtlerin KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Josef Zindel +41 79 343 56 80

Kommunikation, Koordination Medien

im KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Geschäftsstelle +41 61 976 98 08

KERNTEAM KANTONSSPITAL BL SALINA RAURICA

Geschäftsstelle

c/o Ärztegesellschaft Baselland

lic. iur. Friedrich Schwab

Renggenweg 1

4450 Sissach

Links

Ärztegesellschaft Baselland www.aerzte-bl.ch

Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte www.vsao-basel.ch

Kantonsspital Baselland www.ksbl.ch

Regierung Baselland www.baselland.ch

Gemeinde Pratteln www.pratteln.ch

Ethikorganisation Deutschland www.ethik.org

Stand 15. August 2019 /JoZ/FS

 

 

VSAO Basel

Der VSAO Basel setzt sich für die in den beiden Basler Halbkantonen tätigen Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte ein. Er vertritt deren beruflichen Interessen und setzt sich für zeitgemässe Arbeitsbedingungen sowie eine qualitativ hochstehende Weiter- und Fortbildung ein. 

Als eigene Sektion betreibt der Verband eine Geschäftsstelle mit einer Rechtsanwältin, die bei arbeitsrechtlichen Fragen den Mitgliedern kostenlos Auskunft gibt. Der VSAO Basel hat, Stand anfangs 2019, über 2300 Mitglieder.   

Gemeinsam mit anderen lokalen Sektionen bildet er den VSAO Schweiz, der die Dachorganisation der Assistenz- und Oberärzte darstellt. Der VSAO hat Einsitz in wichtigen nationalen Entscheidungsgremien, zum Beispiel ist er in der Ärztekammer mit 40 Sitzen vertreten. Er ist auch vernetzt mit der Medizinischen Gesellschaft Basel und der Ärztegesellschaft Baselland.

Arbeitsbedingungen verbessern

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